Corona-Verstöße: 15.800 Strafen

Seit ersten Lockerungen — Bei zu wenig Abstand werden 90 Euro fällig

Seit den ersten Lockerungen des aktuellen Corona-Lockdowns vor gut drei Wochen hat es österreichweit rund 15.800 Anzeigen und Organstrafmandate wegen Verstößen gegen die Covid-Vorschriften gegeben, berichtete das ORF-Morgenjournal.

Das sind durchschnittlich knapp über 750 Polizeistrafen täglich. Der Tagesschnitt liege damit etwas über den Werten vom vergangenen Frühjahr von Mitte März bis Mitte Mai.

Mindestabstand und Maskentragen im Visier

„Im Vordergrund steht da natürlich der Mindestabstand, andererseits das Nichttragen einer FFP2-Maske. Aber wir haben jetzt auch beispielsweise am Wochenende in Tirol wieder eine Corona-Party gehabt“, sagte Innenministeriumssprecher Patrick Maierhofer.

Organmandate sind an Ort und Stelle zu bezahlen, da werden 90 Euro fällig. Wer es auf eine Anzeige ankommen lässt, riskiert eine höhere Summe. Die Entscheidung, ob und in welcher Höhe gestraft wird, entscheidet dann die Gesundheitsbehörde.

Anonymer Aufruf zum maskenlosen Einkaufen

Unterdessen ist ein anonymer User in sozialen Medien, der zum maskenlosen Einkaufen aufruft, bundesweit ins Visier der Polizei geraten.

In dem Flashmob-Posting werden der Tag, die Uhrzeit und sogar bestimmte Geschäfte (zehn in Oberösterreich) genannt. „Wir haben bereits mit den Betreibern Kontakt aufgenommen“, so der oö. Polizeisprecher David Furtner im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Die Unternehmen werden ihr Hausrecht voll ausschöpfen. „Wer dem Aufruf dennoch folgt, muss mit Anzeige und Strafe rechnen“, so Furtner. Bei den 90 Euro dürfte es dann allerdings nicht bleiben.

„Für Maskenverweigerer könnte es ihr teuerstes Wurstsemmerl werden!“ Seit Mitte November verzeichnet die Polizei in OÖ 9824 Anzeigen bzw. Organstrafmandate.

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