Coronakrise bricht Jahre des Wachstums in Fast Food-Branche

Nach Jahren eines vermeintlich unaufhörlichen Wachstums bricht heuer auch der Fast Food-Markt ein. Der zweimonatige Stillstand geht auch an den großen Laberl-Verkäufern nicht spurlos vorüber. Für Burger, Würstel und Co. gilt wie in der gesamten Gastronomie: Nachkonsumiert wird nicht. Die Gesamteinnahmen schrumpfen heuer um 14 Prozent, geht aus einer Untersuchung von Branchenradar hervor.

Kommt es zu diesem Rückgang, würde die gesamte Branche heuer “nur” knapp 1,12 Milliarden Euro umsetzen. Voriges Jahr waren es 1,3 Mrd. Euro, 2018 1,25 Mrd. Euro. Aber immerhin fürs kommende Jahr prognostiziert Branchenradar ein Comeback – mit einem Umsatzplus von 15,3 Prozent auf knapp 1,29 Mrd. Euro.

Die Wachstumskurve klaffte zuletzt zwischen der Systemgastronomie und nicht-organisierten “Normalo”-Würstelbuden und -Kebapständen deutlich auseinander. 2019 wuchsen McDonald’s, Burger King, Subway und Co. gegenüber dem Jahr davor um 4,8 Prozent. Imbissstände verzeichneten ein Plus von 1,8 Prozent – bei einem Rückgang der Betriebsstätten um 5 Prozent auf rund 1.400.

Trostpflaster für die verbliebenen “Würschtler” und Co. war, dass diese einen Umsatzanstieg von 7 Prozent verzeichneten. Trotzdem: Mit dem durchschnittlichen Umsatz von 300.000 Euro pro Jahr setzt ein Würstelstand weiterhin nicht einmal ein Zehntel einer typischen McDonald’s-Filiale um.

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