Corona-Krise drückt auf Immobilienpreise in Europa

Die Corona-Krise hat den jahrelangen Boom am Immobilienmarkt in Europa offenbar beendet. Kauf- und Mietpreise gehen nach unten oder verlieren an Dynamik, geht aus einer Umfrage unter 2.500 Remax-Maklern hervor.

Wohnungen sind stärker von Preisrückgängen betroffen als Einfamilienhäuser. Corona-Kurzarbeit und eine schlechtere Finanzsituation sowie generelle Unsicherheit wirken preisdämpfend.

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Der Immobilienvermittler Remax schätzt die europaweiten Einbußen für Verkäufer von Wohnimmobilien ohne Gewerbeimmobilien im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorkrisen-Preisniveau auf 12 Mrd. Euro.

„Die Nachfrage nach Wohnimmobilien übersteigt in weiten Teilen Europas immer noch das Angebot“, so Remax-Austria-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer am Mittwoch in einer Aussendung. „Es ist auch zu früh vorherzusagen, wann der Immobilienmarkt in Europa wieder das Niveau erreichen wird, das vor Ausbruch von Covid-19 herrschte, vor allem auch deshalb, weil die Situation in allen Ländern sehr unterschiedlich ist“, so Reikersdorfer.

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Die Remax-Makler erwarten, dass die Preise in den nächsten sechs Monaten für Eigentumswohnungen in Stadtlagen in Europa im Schnitt um 1,7 Prozent sinken werden. Am Land wird mit einem Preisrückgang von 2,3 Prozent gerechnet. Einen starken Preisverfall bei Wohnungen prognostizieren die Immobilienvermittler in Griechenland (-8,8 Prozent), Spanien (-6,8 Prozent) und Italien (-5,0 Prozent). Ein kleineres Minus wird in der Schweiz (-1,5 Prozent) und Deutschland (-0,9 Prozent) erwartet. Nur in den Niederlanden soll es ein Plus von 2,4 Prozent geben.

In Österreich rechnen die Remax-Makler mit einem Preisrückgang von 2,9 Prozent bei Eigentumswohnungen. Die Umfrage unter den heimischen Immobilienvermittlern wurde aber bereits Anfang April und nicht wie in den anderen Ländern Anfang Juli durchgeführt.

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