Corona-Krise lastet weiterhin auf dem Wiener Leitindex ATX

Die Corona-Krise hält den Leitindex der Wiener Börse weiter fest im Griff. Nach neun Monaten ist die bisherige Jahresperformance des ATX nach wie vor klar negativ. Das teilte die Wiener Börse am Freitag mit.

Der ATX hielt am 30. September bei minus 33,83 Prozent seit Jahresbeginn (bei 2.108,75 Punkten). Ein Grund für das im internationalen Vergleich deutlichere Minus an der Wiener Börse liegt an der Branchenverteilung mit einem hohen Gewicht auf Finanzen, Öl und Stahl.

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45 Prozent der Unternehmen im ATX sind dem Finanzwesen zuzuordnen, 29 Prozent der Grundindustrie und 12 Prozent Industriegütern und Dienstleistungen, die stark von der Rohstoff-Preisentwicklung abhängen. Die restlichen 14 Prozent entfallen laut Angaben der Wiener Börse auf die Sektoren Versorger, Technologie und Telekom sowie Konsumgüter.

Das Handelsvolumen legte indessen zu. Per Ende September betrug es 52 Mrd. Euro bzw. 10,46 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Monatsumsatz lag bei 5,77 Mrd. Euro. Umsatzstärkste Aktien waren im Jahresverlauf bisher Erste Group Bank mit 9,10 Mrd. Euro, gefolgt von der OMV mit 7,10 Mrd. Euro und der Raiffeisen Bank International (RBI) mit 4,29 Mrd. Euro.

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