Coronavirus: 1.200 Holzbetriebe mit rund 26.000 Mitarbeitern bedroht

Die Holzwirtschaft sieht 1.200 Betriebe mit rund 26.000 Mitarbeitern durch die Coronavirus-Krise bedroht.

Grund sind Einbrüche in den Export- und Absatzmärkten, fehlende grenznahe Schlüsselarbeitskräfte, Einschränkungen beim Gütertransport von Holzprodukten und damit verbundene Produktionsrückgänge, wie der Holzindustrie-Fachverband in der WKÖ mitteilte. Die Branche ruft nach Unterstützung.

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„Die Kombination aus Corona-Krise gekoppelt mit einer Schadholz-Krise, bedingt durch den Borkenkäfer, stellt die Holzindustrie vor eine immense Herausforderung“, so Herbert Jöbstl, Sprecher der Österreichischen Sägeindustrie im Fachverband. Man stehe derzeit vor einem Dilemma.

Durch das Corona-Virus gebe es wegen ausfallender grenznaher Schlüsselarbeitskräfte und der fehlenden Absatz- und Exportmärkte nur stark eingeschränkte Produktionen. Gleichzeitig werde in der kommenden Zeit von der heimischen Holzindustrie erwartet, die massiven Schadholzmengen weiterzuverarbeiten. „Ohne entsprechender Unterstützung wird das nicht möglich sein“, sagte Jöbstl.

Der Appell an die Politik ergehe im Sinne der „Aufrechterhaltung der Holzindustrie und einer maßgeblichen Entlastung in der Schadholzproblematik“. „Wir brauchen einen gesicherten freien Grenzverkehr für unsere Schlüsselarbeitskräfte und auch für unsere Güter. Um es mit den Schadholzmengen aufnehmen zu können, fehlen uns aktuell noch geeignete Rahmenbedingungen und Förderungen im Bereich Transport und Logistik“, betonte Jöbstl.

Dazu brauche es Entlastungen der Transportkosten durch Subventionierungen, eine Erhöhung auf 50-Tonnen für Rundholztransporte ohne Kilometerradiuseinschränkungen und unter anderen Punkten die Optimierung der Verladung auf die Bahn.

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