Coronavirus: 17.000 im Gesundheitswesen in Italien infiziert

Fast 17.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens in Italien haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie machen damit rund ein Zehntel der landesweiten Corona-Fälle aus, wie das nationale Institut für Gesundheit (ISS) am Freitag mitteilte.

Gut 43 Prozent der 16.991 Infizierten sind demnach Krankenpfleger und Hebammen. Knapp ein Fünftel der Erkrankten sind Krankenhausärzte und weitere zehn Prozent Mitarbeiter im medizinisch-sozialen Bereich. Die übrigen Infizierten arbeiten in anderen Berufen im Gesundheitssektor.

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Zwei Drittel der Betroffenen sind Frauen. Das Durchschnittsalter der infizierten Angestellten im Gesundheitssektor liegt nach Angaben des ISS bei 42 Jahren.

Gut 70 Prozent der Infektionen ereigneten sich im Krankenhaus. Kaum betroffen waren Hausärzte und niedergelassene Kinderärzte, die weniger als ein Prozent der Infizierten ausmachen.

Nach Angaben des italienischen Ärzteverbands starben 125 Ärzte nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

Medienberichten zufolge starben zudem mindestens 34 Krankenschwestern. Insgesamt verzeichnete der Zivilschutz in Italien bisher 22.170 Corona-Todesfälle.

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