Coronavirus: 26.380 Corona-Tote in Frankreich

Mit 70 Corona-Toten in den vergangenen 24 Stunden hat Frankreich die niedrigste tägliche Todesrate seit Beginn der strengen Ausgangsbeschränkungen verzeichnet.

Insgesamt seien seit Beginn der Epidemie 26.380 Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit.

Niedriger war der Wert zuletzt am 17. März mit 27 Toten – im Laufe dieses Tages begannen in Frankreich die Ausgangsbeschränkungen. Damals wurden die Toten in Altenheimen allerdings noch nicht mitgezählt. Am Montag sollen die Beschränkungen erstmals schrittweise gelockert werden.

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Am Wochenende sind die Werte allerdings häufig niedriger als unter der Woche. Häufig werden dann noch Tote nachgemeldet. Das gilt besonders für die Altenheime – deren Werte waren sowohl am Samstag als auch Sonntag sehr niedrig. „Die Epidemie ist immer noch aktiv und entwickelt sich weiter, und wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen, sie so weit wie möglich einzudämmen“, warnte das Ministerium.

Ab Montag dürfen die Menschen im Land wieder ohne Passierschein und triftigen Grund vor die Tür gehen, Sport oder Spaziergänge sind nicht mehr örtlich und zeitlich begrenzt. Die Geschäfte sollen wieder öffnen – Restaurants und Bars bleiben aber zu. Auch die Schulen öffnen schrittweise wieder für einige Jahrgänge, ebenso die Krippen. Im Nah- und Fernverkehr gilt Maskenpflicht. Wer sich mehr als 100 Kilometer von seinem Wohnort fortbewegen möchte, braucht weiterhin eine Bescheinigung und darf dies nur aus dringenden familiären oder beruflichen Gründen. Auch die Einreisebeschränkungen nach Frankreich bleiben noch mindestens bis zum 15. Juni bestehen.

In Paris droht ein Verkehrschaos. Zu den Stoßzeiten sollen vorrangig nur Menschen mit einer Bescheinigung ihres Arbeitgebers den Nahverkehr benutzen dürfen. So soll sichergestellt werden, dass die Abstandsregeln eingehalten werden. In den Bahnhöfen und Zügen wurden Markierungen angebracht. Gleichzeitig sind rund 60 Metro-Stationen geschlossen und nur 75 Prozent der Züge fahren. Die Stadt hat zusätzliche Radwege eingerichtet.

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