Coronavirus: 270.000 Betrieben in Italien droht Schließung

Rund 270.000 italienischen Unternehmen in den Bereichen Handel, Gastronomie und Dienstleistungen – das sind circa 10 Prozent der Betriebe in diesen Sektoren – droht die Schließung, sollte sich die Wirtschaftslage nicht rasch erholen und sollte ihnen erst im Oktober der Neustart ermöglicht werden.

Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Handelsverbands Confcommercio hervor.

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Besonders gefährdet sind Mode- und Schuhgeschäfte, Hotels, Bars, Restaurants, sowie Freizeitunternehmen. Von der Krise betroffen seien Betriebe mit einem einzigen Mitarbeiter, die besonders stark den Konsumrückgang zu spüren bekommen könnten, heißt es in der Studie.

Der Konsum wird 2020 nach Schätzungen des Handelsverbands um acht Prozent sinken, was 84 Mrd. Euro entspricht. Mit einem Umsatzrückgang von 48,5 Prozent rechnet Confcommercio in der Hotellerie und von 33,3 Prozent in der Gastronomie. Das Umsatzminus könnte noch höher ausfallen, sollte die Rückkehr zur Normalität langsamer erfolgen.

Die italienische Regierung will noch am heutigen Montag ein neues Hilfspaket in Höhe von rund 55 Mrd. Euro vorstellen, um die Folgen der Coronaviruspandemie zu mildern. Davon sollen die von der Krise am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren profitieren – vor allem Tourismus, Gastronomie, Landwirtschaft und Kultur. Das Paket enthält ein „Notstandseinkommen“, das je nach Familie zwischen 400 und 800 Euro beträgt. Mit dem Dekret – dem dritten Hilfspaket der Regierung seit Ausbruch der Coronavirusepidemie am 20. Februar – werden Kurzarbeit sowie Zuschüsse für Babysitter in Höhe von bis zu 1.200 Euro finanziert.

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