Coronavirus: 351 Neuinfektionen und ein Todesfall in Oberösterreich

In Oberösterreich ist die Zahl der Infektionen am Mittwoch um 351 auf 2.124 gestiegen. Ein 96-Jähriger aus Linz ist das 87. Todesopfer.

Neben zahlreichen Freizeit-Clustern machen jene in den Altersheimen Sorgen: Mittlerweile sind 113 Bewohner und 44 Mitarbeiter an sieben Standorten erkrankt. Seit Beginn der Pandemie waren in den Einrichtungen in Oberösterreich insgesamt 18 Todesfälle zu beklagen.

Besonders stark betroffen sind Heime in Bad Goisern und Wels sowie das Seniorenzentrum Kleinmünchen in Linz. In Letzterem sind im Rahmen eines Screenings mittlerweile 44 der 123 Bewohner positiv getestet worden, 16 von ihnen sind in stationärer Behandlung. Auch 13 Mitarbeiter sind infiziert. Noch sind nicht alle Tests ausgewertet. Besucher haben derzeit keinen Zutritt zu dem Haus. Die Stadt Linz will ab sofort Antigen-Tests für Screenings in Alters-und Pflegeheimen einsetzen.

Insgesamt wurden in Oberösterreich am Mittwoch 351 Neuinfektionen verzeichnet. Damit hat man die 2.000er-Marke übersprungen und hält bei 2.124 aktiv Erkrankten. 163 wurden auf Normalstationen und 19 auf Intensivstationen der Spitäler behandelt. Knapp 8.000 Leute waren in Quarantäne.

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Besonders hohe Infektionszahlen verzeichnet man derzeit im Innviertel: Der Bezirk Schärding weist mit aktuell 175 Fällen bzw. 3,05 Promille der Einwohner die höchste Rate im Bundesland auf. Im Bezirk Ried gibt es ebenfalls 175 Fälle, hier entspricht das 2,84 Promille der Einwohner. Auch der Bezirk Grieskirchen – 183 Fälle, 2,82 Promille – ist stark betroffen. Die Stadt Wels, wo die Corona-Ampel derzeit rot leuchtet, liegt im Vergleich bei 160 Fällen bzw. 2,56 Promille.

Der Cluster rund um einen fleischverarbeitenden Betrieb im Bezirk Ried ist mittlerweile auf 159 Personen (150 Mitarbeiter und neun Folgefälle) angewachsen, jener in der Bezirkshauptmannschaft Ried umfasst 14 Mitarbeiter – und hat, wie seitens des Landes betont wird, keine Auswirkungen auf den Betrieb bzw. das behördliche Contact Tracing.

Andere nennenswerte Cluster resultieren aus Musik- und Sportvereinen: Zehn Infektionen stehen im Zusammenhang mit einer Musikkapelle im Bezirk Vöcklabruck, 14 mit einer Chorprobe im selben Bezirk.

Nach einem Gottesdienst in Attnang sind alle 13 mitwirkenden Mitglieder eines Kirchenchors und einige Kontaktpersonen erkrankt. Eine Musikprobe im Bezirk Rohrbach zog bisher 30 Infektionen nach sich. Zudem bildeten sich Cluster rund um einen Radfahrverein in Linz (15 Fälle) und einen Fußballverein im Bezirk Grieskirchen (39 Personen). Der Krisenstab des Landes wies darauf hin, dass laut aktueller AGES-Analyse derzeit knapp 42 Prozent der Ansteckungen in Haushalten und etwa ein Viertel in der Freizeit passieren.

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