Coronavirus: 52 Tote in Seniorenheim in Bergamo

Ein Drittel der 150 Bewohner eines Seniorenheims unweit der lombardischen Stadt Bergamo ist im Zeitraum eines Monats Covid-19 erlegen. 52 Todesopfer meldete das Seniorenheim Sant’ Andrea in Clusone bei Bergamo.

Die ersten vier Infizierte sind mit dem Krankenwagen weggeführt worden und starben im Spital.

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Den anderen Senioren im Heim wurden keine Abstriche genommen, doch laut den Krankenpflegern wiesen viele Symptome wie hohes Fieber und Atmungsbeschwerden vor.

Von den zwölf Krankenpflegern, die in der Einrichtung arbeiten, haben sich acht infiziert. Von vier Ärzten seien drei positiv getestet worden, darunter der Direktor der Einrichtung, berichteten italienische Medien. 17 vom Spital entlassene Coronavirus-Patienten sollen demnächst ins Seniorenheim zurückkehren.

Besonders problematisch ist die Lage in einem Altersheim in Mediglia bei Mailand. Von 150 dort lebenden Senioren sind 62 der Krankheit erlegen. Mediglia ist eine Gemeinde aus 12.000 Einwohnern nahe Mailand, die bisher 69 Coronavirus-Todesopfer beklagt. Die 62 Seniorenheimbewohner sind alle innerhalb knapp eines Monats gestorben. Die Leiter der Einrichtung versicherten, alle Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen zu haben.

Italien hat europaweit die älteste Bevölkerung. 22,8 Prozent der rund 60 Millionen Bewohner sind älter als 65 Jahre, der europaweite Durchschnitt liegt bei 20,3 Prozent. Sieben Millionen Italiener sind älter als 75 Jahre. Gegenüber 2010 ist die Zahl der Italiener im Alter von über 65 Jahren um 1,8 Millionen Personen gestiegen.

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