Coronavirus: Ab 70 steigt Todesrate rasant an

Die ganze Welt starrt in der Coronakrise auf die neuen Studienergebnisse aus Italien

Seit vergangenem Freitag, 20. März, liegt der italienischen Regierung eine neue wissenschaftliche Bewertung der Corona-Situation im Land vor.

Seither werden die neuen Daten aus Italien von Gesundheitsbehörden in aller Welt gebannt evaluiert und hypothetisch auf die einzelnen Staaten umgelegt. Eine zentrale Information der italienischen Studienautoren lautet, dass für Infizierte das Risiko, am Coronavirus zu sterben, über alle Altersgruppen hinweg bei 7,6 Prozent liegt.

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Dabei steigt die Sterblichkeit aber an der Altersgrenze von 70 Jahren von 4,4 Prozent auf zunächst 13,5 Prozent sprunghaft an und erreicht das Maximum in der Altersgruppe ab 90.

Dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Corona-Patienten sterben, bei 22,5 Prozent.

Erste Schwelle bei 40

Was die Zahl der Infizierten anbelangt, liegt ein erster markanter Einstiegspunkt in die Krankenstatistik bei den 40-49-Jährigen (12,3 Prozent der Infektionsfälle). Ab dann steigen die Anteile der jeweiligen Altersgruppen sukzessive an und erreichen den Höchstwert bei den 70-79-Jährigen (19,9 Prozent Anteil an den Krankheitsfällen).


Aus den dem VOLKSBLATT vorliegenden Daten der italienischen Behörden geht weiters hervor, dass in den meisten Altersgruppen, speziell in denen von 60-90 Männer an der Zahl der Infizierten einen deutlich höheren Anteil haben als die Frauen.

Italienische Pathologen haben für eine Stichprobe von 481 Corona-bedingten Todesfällen außerdem das Vorhandensein von Vorerkrankungen untersucht. Dabei zeigt sich, dass nur sechs der Verstorbenen davor völlig gesund waren.

Ein großer Teil der am Coronavirus Verstorbenen, nämlich 234 der 481 Fälle, wiesen drei und mehr Vorerkrankungen auf. Es dominieren Bluthochdruck, Diabetes, Herzleiden, Vorhofflimmern, Krebs- und Nierenerkrankungen.

Gefahr durch Lebensstil

Interessant sind auch die Erkenntnisse einer Forschergruppe der britischen Universität Oxford. Sie führen die dramatische Entwicklung von Italien zu einem weltweiten Corona-Brennpunkt auf drei entscheidende Faktoren zurück: auf die vergleichsweise überalterte Bevölkerungsstruktur sowie auf die kulturell bedingten generationsübergreifenden Haushaltsformen bzw. auf die intensiven Kontakte in Familien-Clans.

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