Coronavirus: Ab Montag Reisewarnung für spanische Urlaubsinseln

Die Bundesregierung weitet die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie aus. Nach der Verschärfung für Kroatien-Rückkehrer werden die strengeren Einreise-Regeln nun auch auf die Balearen ausgeweitet.

Einreisende von den spanischen Inseln müssen künftig entweder einen negativen PCR-Test vorlegen oder einen solchen in einer verpflichtenden Quarantäne nachholen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag.

Die neuen Bestimmungen treten ab Montag in Kraft, gaben Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bekannt.

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Betroffen sind die Balearischen Inseln mit Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Für Festland-Spanien gelten diese strengen Einreisebestimmungen bereits seit 10. August. Die Kanarischen Inseln sind nicht betroffen.


Es werde ab Montag auch für die Balearen eine Reisewarnung geben, so Kurz. Gleichzeitig appellierte er an alle Rückkehrer aus diesen Gebieten, sich bei den eingerichteten Stationen testen zu lassen.

Bei der Einreise wird genau kontrolliert

Weites kündigte die Regierungsspitze verstärkte Kontrollen an den österreichischen Grenzen an. Es sollen zusätzlich 500 Polizisten zum Einsatz kommen, darüberhinaus werden 800 Soldaten die Gesundheitsbehörden unterstützen, sagte Kurz.

Bei Grenzkontrollen werde die ressortübergreifende Zusammenarbeit ausgedehnt, erläuterte Anschober, der noch einmal an die Vernunft der Urlauber appellierte: „Ja, freuen wir uns über diesen Urlaub. Aber bleiben wir dabei wirklich verantwortlich.“ Jeder einzelne müsse die Verantwortung „für uns alle übernehmen“. Denn auch junge Menschen könnten erkranken und vor allem Überträger sein, betonte er. „Der Ballermann ist der beste Freund des Coronavirus“, so der Minister.

Laut Nehammer würden die verstärkten Grenzkontrollen vor allem in Kärnten und Tirol durchgeführt. Es gehe auch darum, Umgehungsmöglichkeiten für Westbalkan-Rückkehrer zu verhindern, die etwa über Slowenien einreisen. Die Polizei und die Gesundheitsbehörden würden die Kontrollen gemeinsam vornehmen.

Etliche Rückkehrer aus Kroatien infiziert

In Oberösterreich sind von Montag auf Dienstag 38 Neuinfektionen verzeichnet worden. Gut zwei Drittel davon – konkret 27 – betreffen Reiserückkehrer bzw. deren Kontaktpersonen. 17 dieser neuen Fälle sind auf Kroatien zurückzuführen, davon alleine acht auf die Region Makarska. Von 1155 am Montag durchgeführten Tests waren 749 den Reiserückkehrern aus Kroatien zuzurechnen.

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