Coronavirus – Anschober: Testkapazitäten werden hochgefahren

Die Testkapazitäten auf das Coronavirus würden täglich weiter ausgebaut, betonte Tropenmediziner Herwig Kollaritsch in der Pressekonferenz, und zwar bezüglich Verdachtsfällen und zielgruppenorientiert.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) konnte allerdings nicht sagen, wann man den Zielwert von 15.000 Tests pro Tag erreichen werde. Dies hänge von der Marktsituation und vom Weltmarkt ab.

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Die Testanzahl werde derzeit „extrem hochgefahren“, es gehe um wenige Tage bis Wochen bis zum Zielwert, so Kollaritsch. Im Vordergrund steht für ihn derzeit, frische Infektionen zu erkennen. Symptomlose Menschen mittels PCR-Test zu testen, sei hingegen sinnlos. Denn diese scheiden keine Viren aus, wodurch kein Nachweis möglich ist.

Erst später, wenn man über größere Kapazitäten verfüge, könne man vielleicht auch jene untersuchen, die vielleicht nur Husten, Schnupfen und Heiserkeit klagten. Eine „eindringliche Warnung“ gab er auch bezüglich PCR-Tests ohne Symptome auf eigene Kosten (um bis zu 250 Euro) ab.


Antikörpertests wiederum, die erst sechs bis acht Tage nach einer Infektion anschlagen, seien mit sehr viel Unsicherheit behaftet, so Kollaritsch. Für die Akutdiagnostik hätten sie „überhaupt keine Wertigkeit“, und die Fehlerquote sei hoch. Im Moment seien sie nicht von entscheidender Bedeutung. Künftig könne man damit aber feststellen, wie viele unerkannte Infektionen man in der Bevölkerung gehabt habe.

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