Coronavirus: Arbeitslosigkeit in Spanien im März stark gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise im März unerwartet stark gestiegen.

Mit einem Anstieg um 302.265 Anträge wurde die größte monatliche Steigerung überhaupt erreicht, teilte das Arbeitsministerium am Donnerstag in Madrid mit.

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Prognostiziert wurde im Schnitt eine Steigerung um nur 30.000 Neuanträge. Im Vormonat Februar war die Zahl zuletzt noch um 7.800 zurückgegangen.

Die Arbeitslosenquote in Spanien, das nach Italien in Europa am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffen ist, liegt bereits bei 13,8 Prozent. In der Euro-Schuldenkrise war sie zeitweise bis auf knapp 27 Prozent gestiegen und hatte sich seitdem erholt. Von den aktuellen Kündigungen besonders betroffen war laut Arbeitsministerium der Dienstleistungssektor.

Die seit Mitte März geltenden, weitreichenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie hatten besonders den Tourismus lahmgelegt. Dieser macht 10 Prozent der spanischen Wirtschaftsleistung aus.

Normalerweise sinke die Arbeitslosenquote zwischen März und Juni saisonal stark ab, kommentierten Ökonomen des Thinktanks Fedea. Laut Ökonom Florentino Felgueroso sei die Corona-Krise daher zum für den Arbeitsmarkt ungünstigsten Zeitpunkt des Jahres eskaliert.

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