Coronavirus: Ausbruch in Migrantenherberge an US-Grenze

In einer Migrantenherberge in Mexiko haben sich mindestens 15 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Angesteckt haben sie sich an einem Migranten, der zuletzt aus Houston in den USA abgeschoben worden war, wie der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard am Dienstag sagte. Unter den Infizierten sind Mittelamerikaner, Kubaner und Mexikaner.

Insgesamt leben in der von der katholischen Kirche betriebenen Unterkunft in Nuevo Laredo an der Grenze zu den USA über 50 Migranten und Flüchtlinge.

Zuletzt war bereits in Reynosa ein aus den USA abgeschobener Migrant positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand das Land mit den meisten Infizierten und Toten weltweit.

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Wegen der Corona-Krise bearbeiten die US-Behörden derzeit keine Asylanträge. Zahlreiche Migranten vor allem aus Mittelamerika harren nun an der Grenze aus. Wegen der Ansteckungsgefahr ordnete ein mexikanischer Bundesrichter in der vergangenen Woche an, alle Angehörigen von Risikogruppen aus den oft überfüllten Gefangenensammelstellen für illegale Migranten zu entlassen.

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