Coronavirus: Behelfs-Krankenhaus für 4.000 Patienten in London

In London ist ein provisorisches Krankenhaus mit 4.000 Betten für Coronavirus-Patienten eröffnet worden.

Der britische Thronfolger Prinz Charles weihte das Nightingale Hospital, das in nur neun Tagen in einer Messehalle eingerichtet wurde und vom staatlichen Gesundheitsdienst NHS betrieben wird, am Freitag per Videobotschaft ein.

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Das Krankenhaus ist nach der britischen Krankenschwester Florence Nightingale benannt, der Begründerin der modernen Krankenpflege. Es sei „ein helles Licht in diesen dunklen Zeiten“, sagte Prinz Charles zur Eröffnung. Der älteste Sohn von Queen Elizabeth II. war im März selbst positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Er hatte allerdings nur leichte Symptome und durfte seine Selbst-Isolation am Dienstag beenden.

In Großbritannien sind bereits mehr als 2.900 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es gibt zudem mehr als 33.700 nachgewiesene Infektionen.

Das Nightingale Hospital ist das erste von mehreren Behelfs-Krankenhäusern, die im ganzen Land zur Behandlung von Coronavirus-Patienten eingerichtet werden. Mit 4.000 Betten ist es so groß wie zehn durchschnittliche britische Krankenhäuser. 16.000 Menschen sollen die Kranken versorgen.

Die britische Regierung hatte anders als andere europäische Staaten erst relativ spät auf die Corona-Krise reagiert. Inzwischen gelten im ganzen Land weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Auch Premierminister Boris Johnson und Gesundheitsminister Matt Hancock wurden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Anders als Prinz Charles war Hancock war bei der Eröffnung des Krankenhauses persönlich anwesend.

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