Coronavirus: Bilanz über Österreichs Katastrophenhilfe

Das Innenministerium hat Italien und dem Westbalkan Hilfsgüter zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie zur Verfügung gestellt. Feldbetten, Decken, Bettwäsche, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Zelte, Stromerzeuger und ähnliche Güter im Wert von etwa 366.000 Euro (einschließlich Transport) wurde im Rahmen der internationalen Katastrophenhilfe bereitgestellt.

Das geht aus einem Bericht hervor, den Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Dienstag dem Ministerrat zur Kenntnisnahme vorgelegen will.

Zahlreiche Staaten seien derzeit mit einer großen Zahl an Covid19-Infektionen konfrontiert. „Viele nationale Gesundheitssysteme sind dadurch an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt und verfügen nicht mehr über ausreichende Mengen an Schutzbekleidung, medizintechnischen Spezialgeräten und Desinfektionsstoffen“, hieß es weiter.

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Italien wandte sich erstmals Ende Februar an die EU-Kommission und ersuchte mittels Aktivierung des Unionsverfahrens für den Katastrophenschutz um internationale Hilfe im Zusammenhang mit Covid-19. In weitere Folgen zogen auch zahlreiche andere Staaten nach und baten um internationale Hilfe zur Bewältigung der Pandemie sowie zur Bewältigung der Migrationskrise (Serbien) und der Folgen des Erdbebens (Kroatien).

„Im Sinne seiner langjährigen Tradition auf dem Gebiet der Katastrophenhilfe hat Österreich auf diese Hilfsersuchen rasch reagiert.“ Die Hilfsaktionen für Italien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien, Kroatien, Montenegro, Moldau, Albanien sowie Serbien wurden bis 5. Juni durchgeführt. Die Kosten für die Unterstützungsleistungen seien im Rahmen der für Zwecke der internationalen Katastrophenhilfe vorgesehenen Budgetmittel des Innenministeriums gedeckt worden.

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