Coronavirus: Bund nahm für Hilfen 7,5 Mrd. Euro auf

Um die jetzt geschnürten milliardenschweren staatlichen Hilfspakete für die Corona-krisengeschüttelte heimische Wirtschaft zu finanzieren, hat die Republik Österreich am Donnerstag viel neues Geld aufgenommen. Der Bund hat zwei Anleihen im Volumen von zusammen 7,5 Mrd. Euro emittiert.

Wie die Oesterreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) am Abend mitteilte, wurde eine neue 5-Milliarden-Anleihe mit dreijähriger Laufzeit begeben, die zweite Anleihe über 2,5 Mrd. Euro läuft 30 Jahre.

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Die Emissionen stehen im Zusammenhang mit dem erhöhten Finanzierungsbedarf durch die Corona-Krise. Mit dem auffallend kurz laufenden dreijährigen Bond sollen auf jeden Fall einmal die Soforthilfetöpfe abgedeckt sein.

Die Republik hätte weitaus mehr von diesen Wertpapieren verkaufen können, das Orderbuch wurde gegenüber der APA mit über 43 Mrd. Euro beziffert, so viel wie noch nie in der Geschichte Österreichs. In der Bundesfinanzierungsagentur und in Marktkreisen ist von einem großen Emissionserfolg die Rede, gerade vor dem Hintergrund des aktuell volatilen Umfelds.


Österreich ist der erste europäische Kernstaat, der seit dem Ausbruch der Corona-Krise eine neue Anleihe platzieren konnte. Die 30-jährige Anleihe stellt die längste Laufzeit aller Staaten weltweit dar, die seit dem Ausbruch des Corona-Virus begeben wurde.

Die Emissionsrendite für das dreijährige Papier belief sich auf -0,24% Prozent, bei der 30-jährigen Bundesanleihe waren es 0,79 Prozent. Der Kupon der Neuemissionen wurde mit 0,00% Prozent beziehungsweise 0,75% Prozent angegeben.

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