Coronavirus: Erste Teilnehmer von Biontech-Studie in den USA geimpft

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen SARS-CoV-2 sind mittlerweile auch die ersten Tests des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer in den Vereinigten Staaten angelaufen.

Die erste Probanden seien behandelt worden, teilten die Firmen am Dienstag gemeinsam mit. Es handelt sich bei der Kandidatvakzine um einen experimentellen RNA-Impfstoff.

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In Deutschland war ein Teil der klinischen Studie bereits in der vergangenen Woche abgeschlossen worden, dort hatte eine erste Gruppe von zwölf Teilnehmern der Kandidatvakzine BNT 162 bekommen. Dabei war mit einem Probanden begonnen worden, nach einem gewissen zeitlichen Abstand wurden weitere Teilnehmer geimpft.

Bei einer RNA-Vakzine werden Erbgut-Bruchstücke verwendet, die nach Verabreichung im Körper des Immunisierten zur Produktion jener Antigene der Krankheitserreger führen sollen, gegen die dann eine schützende Immunantwort entstehen soll. Weltweit wurde noch nie eine derartige Vakzine zugelassen.

Insgesamt soll es im Rahmen der Studie in Deutschland zunächst Tests an rund 200 gesunden Menschen zwischen 18 und 55 Jahren geben, es handelt sich um eine vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) genehmigte Phase I/II Studie. Im Juni sollen erste Daten vorliegen. Sollten die ersten Tests positiv verlaufen, sollen mehr Probanden und auch Risikopatienten in die Prüfung einbezogen werden.

In den USA werden in der dortigen Phase I/II-Studie bis zu 360 gesunde Probanden geimpft, zunächst im Alter von 18 bis 55 Jahren, später auch ältere Teilnehmer. Neben Deutschland und den USA ist auch eine Studie in China geplant. Hier steht eine Genehmigung noch aus. Weltweit werden zehn der 115 Impfstoffkandidaten bereits in klinischen Studien mit Freiwilligen erprobt.

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