Coronavirus: EU soll unabhängiger bei Masken und Medikamenten werden

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sich in der deutschen Ratspräsidentschaft für mehr Unabhängigkeit der EU bei der Versorgung mit Arzneimitteln und Schutzausrüstung einsetzen. „Es sollte sich nicht in China entscheiden, ob wir ausreichend Schutzmasken oder Medikamente haben“, sagte Spahn am Montag in Berlin.

„In dieser Krise haben wir Europäer erneut erfahren, dass wir zusammenstehen müssen, um Gefahren abzuwehren“, fügte Spahn hinzu.

Es habe sich gezeigt, „dass wir souveräner werden müssen, um uns zu schützen“. Außerdem will Spahn im Rahmen der Ratspräsidentschaft die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde (ECDC) stärken. Der Minister kündigte außerdem an, dass er die Rolle Europas in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stärken wolle.

Der angekündigte Austritt der USA sei ein „herber Rückschlag“ für die Organisation. Es gehe aber auch darum, bei der Organisation notwendige Reformprozesse voranzutreiben. Im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft findet am Donnerstag eine informelle Tagung der EU-Gesundheitsminister statt, die als Videokonferenz abgehalten wird.

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