Coronavirus: Gastroregistrierung und mehr Sicherheit in Heimen in OÖ

Oberösterreich hat am Freitag wie erwartet die verpflichtende Gäste-Registrierung in der Gastronomie beschlossen.

Zudem sollen die Schutzbestimmungen in Alters- und Pflegeheimen erhöht werden.

Die am Dienstag in Kraft tretende Verordnung schreibt etwa das Tragen von Masken von Besuchern, Fiebermessen beim Eingang und Erfassung der Kontaktdaten vor.

Wels verstärkt vorerst nur Maßnahmen in Altersheimen

Wels verstärkt vorerst die Sicherheitsmaßnahmen in Alters- und Pflegeheimen. Ob es zu weiteren Verschärfungen in anderen Bereichen kommen wird, ist offen. Man berate noch, hieß es Freitagmittag aus dem Rathaus. Bei den Welser Schulen bleibt die Ampel auf Gelb, dort sind derzeit keine weiteren Einschränkungen geplant.

„Die Rot-Schaltung für Wels hat uns nicht überrascht, wir waren darauf vorbereitet. Wir konzentrieren uns bei den Maßnahmen auf den Schutz von alten und kranken Welsern“, so Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ). Wichtig sei aber, „dass die Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben und ein Lockdown verhindert wird“, betonte der Stadtchef. Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber (SPÖ) appellierte an die Bevölkerung, sich an die Schutzmaßnahmen zu halten, „damit sich die Lage in der Stadt möglichst bald wieder bessert. Eine weitere Verschlechterung – und die damit möglicherweise verbundenen Konsequenzen – können wir nur gemeinsam verhindern“, so Huber.

168 bestätigte Infektionen zählte man am Freitag in Wels, 206 weitere Personen waren in Quarantäne. Etwa drei Viertel der positiv getesteten Personen hätten – meist leichte – Symptome aufgewiesen, ein Viertel keine, teilte die Stadt mit. Nach den Analysen der Stadt erfolge die Ansteckung derzeit vor allem im privaten Bereich. Es gebe einen großen, mehr als 20 Personen zählenden und mehrere mittlere Familiencluster.

Nur acht Prozent der Infektionen passieren momentan im öffentlichen Bereich, hieß es seitens der Stadt, noch deutlich weniger in Kindergärten und Schulen: Derzeit seien nur ein Kind in einer Betreuungseinrichtung und sieben Schüler – von insgesamt 13.258 – positiv. Daher bleibe die Schulampel auf Gelb.

Sorge bereiten aber die Alters- und Pflegeheime: Im Haus Neustadt sind 13 Mitarbeiter und 25 Bewohner infiziert, sechs der Senioren werden im Spital behandelt. Für die Einrichtung gilt daher weiter die höchste Sicherheitsstufe, der Zugang ist nur mehr in Ausnahmefällen möglich.

In drei weiteren Welser Senioreneinrichtungen werden die Sicherheitsvorschriften nun ebenfalls verschärft: Ab sofort sind Besuche nur mehr mit Voranmeldung und in definierten Besuchszonen erlaubt. Die sieben Generationentreffs werden ab Montag für vorerst drei Wochen geschlossen.

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