Coronavirus: Gläubige dürfen wieder an Klagemauer beten

Gläubige dürfen angesichts einer Entspannung in der Coronakrise wieder an der Juden heiligen Klagemauer in der Jerusalemer Altstadt beten. Bis zu 300 Gläubige könnten gleichzeitig an die heilige Stätte kommen, teilte die zuständige Stiftung am Dienstag mit.

Zuvor hatte die israelische Regierung die Vorgabe aufgehoben, dass Menschen maximal 500 Meter von Zuhause entfernt beten dürfen. Hintergrund ist der deutliche Rückgang bei den nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

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Die Vorgabe, dass maximal 19 Menschen gemeinsam beten dürften, bleibe allerdings bestehen, hieß es in der Mitteilung. Daher werde der Platz vor der Mauer in so viele einzelne Gebetsbereiche aufgeteilt, wie nach den Vorgaben möglich. Sollte der Platz voll sein, müssten die Menschen vor den Eingängen warten.

Nach Angaben der „Jerusalem Post“ wird bei Besuchern der heiligen Stätte am Eingang Fieber gemessen. Sie müssen sich mit ihren persönlichen Daten registrieren lassen und Gesichtsmasken tragen.

Die Klagemauer ist ein Überrest der Befestigung des zweiten Jerusalemer Tempels. Sie liegt am Fuße des Tempelbergs (Al-Haram al-Sharif/Das edle Heiligtum), der Juden und Muslimen heilig ist. Für Juden ist die Klagemauer die heiligste Stätte weltweit, viele vertiefen sich dort in inniges Gebet. Dem Brauch nach schreiben Besucher auf Zettel auch Wünsche, die sich erfüllen sollen, und stecken sie zwischen die Steine der Mauer.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 16 268 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 10 223 sind wieder genesen. 237 mit dem Virus infizierte Menschen sind den Angaben zufolge gestorben.

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