Coronavirus: Globale Allianz gibt 7,4 Milliarden Euro für Impfstoff

Viele Staaten weltweit lockern allmählich die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, allen voran Italien. Etwa 4,5 Millionen Menschen nahmen dort die Arbeit wieder auf. Eine globale Allianz gegen Covid-19 sammelte unterdessen 7,4 Milliarden Euro für die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten.

Österreich sagte knapp über 31 Millionen Euro zu, Frankreich, Deutschland, Japan oder Kanada stellten Summen im dreistelligen Millionenbereich in Aussicht: „Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach der von der Brüsseler Behörde initiierten Geberkonferenz mit Dutzenden Ländern und Organisationen.

Ein Impfstoff „wird ein öffentliches Gut sein, das niemandem gehört, sondern allen“, versicherte der französische Präsident Emmanuel Macron. Frankreich werde 515 Millionen Euro geben. Japans Regierungschef Shinzo Abe und Kanadas Premierminister Justin Trudeau sagten rund 760 Millionen und 550 Millionen Euro zu.

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Geld an anerkannte globale Gesundheitsorganisationen

Nach Angaben der EU-Kommission sollen vier Milliarden in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen, mit zwei Milliarden Euro sollen die Behandlungsmöglichkeiten und mit 1,5 Milliarden Euro die Testkapazitäten weltweit ausgeweitet werden. Das Geld soll in erster Linie an anerkannte globale Gesundheitsorganisationen wie die internationalen Impfstoffallianzen Cepi und Gavi gehen.

Das besonders stark von der Krise betroffene Italien tat nach zwei Monaten strikter Kontaktsperren einen ersten Schritt Richtung Normalität: Fabriken dürfen die wichtigsten Produktionszweige hochfahren. In Italien sind nach amtlichen Angaben fast 29.000 Menschen an den Virus-Folgen gestorben, nur in den USA sind es mehr. Ministerpräsident Giuseppe Conte will deshalb auch noch keine Entwarnung geben: Angesichts von täglich mehr als 1.000 Neu-Infektionen sei die Pandemie in Italien noch „voll im Gange“.

Etwas aufatmen konnten die Griechen: Nach sechs Wochen erheblicher Einschränkungen öffneten Buch- und Blumenhändler wieder. Wochenlang durften die Menschen ihre Wohnungen nur verlassen, um Lebensmittel und Medikamente einzukaufen oder um Sport zu treiben. Jetzt eilten die Griechen zum Friseur und in Elektrogeschäfte, vor denen sich lange Schlangen bildeten. In Griechenland, wo rund elf Millionen Menschen leben, wurden bisher 2.626 Infektionen registriert, 144 Menschen starben infolge einer Ansteckung. Das sind weit weniger als in vielen anderen europäischen Ländern – etwa in Spanien.

Dort hatte Ministerpräsident Pedro Sanchez einen Vier-Stufen-Plan vorgestellt, um bis Ende Juni zu Normalität zurückzukehren und die Wirtschaft wieder anlaufen zu lassen. In der Vorbereitungsphase ab Montag dürfen Friseure und andere Geschäfte, die mit Terminvergabe arbeiten, wieder öffnen, und Restaurants dürfen Essen zum Mitnehmen anbieten.

Auch in Aserbaidschan, Malaysia, Israel, Tunesien und dem Libanon wurden Auflagen gelockert. Und nach mehr als vier Wochen Zwangspause erwachte das öffentliche Leben in den nigerianischen Metropolen Lagos und Abuja wieder. In der Früh waren viele Autos, Busse und Taxis auf den Straßen von Lagos unterwegs, die während des Stillstands weitgehend verwaist waren. Unternehmen müssen Hygiene-und Abstandsregeln beachten, bevor sie ihre Geschäfte wieder eröffnen.

Rios Wahrzeichen trägt Schutzmaske

Japan verlängerte den Notstand bis 31. Mai. Bisher galt er nur bis Mittwoch, dem letzten Tag einer nationalen Ferienwoche. Die Verlängerung wurde damit begründet, dass die Ausbreitung der Infektionswelle noch nicht stark genug eingedämmt worden sei.

In Rio de Janeiro wurde unterdessen am Sonntagabend die größte brasilianische Ikone und Touristenattraktion, die monumentale Christusstatue auf dem Berg Corcovado im Süden der Stadt, mit Hilfe einer Lichtprojektion mit einer Nasen-Mund-Schutzmaske ausgestattet. Die Aktion sollte auf die Bedeutung des Schutzes aller beim Verlassen des Hauses aufmerksam machen und auf die Botschaft #MaskSaves hinweisen, betonten die Organisatoren

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