Coronavirus: Home-Office sorgt für Boom bei Computer-Hardware

Während die Coronavirus-Pandemie weite Teile der Wirtschaft hart trifft, beschert das verstärkte Arbeiten von Zuhause den Herstellern von Laptops, Netzwerkgeräten und Halbleitern brummende Geschäfte.

Die Notwendigkeit, Kommunikation aus den eigenen vier Wänden zu gestalten, erfordert in vielen Haushalten Neuanschaffungen und Aufrüstungen.

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„Wir registrieren in unseren Online-Shops eine verstärkte Nachfrage nach Artikeln für das Home Office. Dabei handelt es sich um Notebooks, Bildschirme, Kabel und Drucker“, sagte ein Sprecher der Elektronikhandelsketten Media Markt und Saturn.

Auch dem deutschen Routerhersteller AVM kommt gelegen, dass das eigene Heim zum Arbeitsplatz mutieren muss: „Wir sehen momentan ein gesteigertes Interesse am Thema VPN, also an einer gesicherten Verbindung von Zuhause zum Firmennetz.“

Da Smartphones und Tablets mehr im Einsatz seien, würden auch Produkte für eine höheren WLAN-Reichweite wie Mesh-Repeater verstärkt nachgefragt.

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sind viele Unternehmen auf Home Office umgestiegen. In Deutschland kauften Unternehmen Software-Lizenzen für sichere VPN-Verbindungen nach und rüsteten auf der anderen Seite die zentrale Infrastruktur in den Unternehmenszentralen mit entsprechenden Erweiterungslizenzen auf, stellt der deutsche Netzwerktechnikanbieter Lancom fest.

Engpässe gäbe es da genauso wenig wie bei den ebenfalls verstärkt nachgefragten VPN-Routern, die in Deutschland gefertigt werden. „Wir können unsere Produktionskapazitäten kurzfristig hochfahren und profitieren von kurzen Lieferwegen“, sagte eine Sprecherin.

Dem Cloud-Telefonieanbieter Nfon zufolge fragen nun mehr Firmen nach Möglichkeiten, um Telefonkonferenzen umzusetzen. Darauf stellen sich auch Laptophersteller ein. NEC bietet inzwischen bessere eingebaute Lautsprecher an.

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