Coronavirus: Hunderte Infizierte in Stockholmer Altersheimen

In einer Reihe von Altersheimen in der schwedischen Hauptstadt Stockholm hat sich das Coronavirus Sars-CoV-2 einem Medienbericht zufolge in beunruhigendem Maße ausgebreitet.

Ein Pflegedienst sagte am Donnerstag dem Fernsehsender SVT, dass es in den von ihm betreuten Heimen in der Region Stockholm mittlerweile 250 Ältere mit einer Corona-Infektion gebe, darunter viele mit Vorerkrankungen.

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Davon seien bisher 50 gestorben, sagte der Leiter des Dienstes Familjeläkarna, Stefan Amer. Familjeläkarna ist laut SVT für die ärztliche Pflege in etwas weniger als der Hälfte der Altenheime in der Region zuständig. Wie viele Menschen in den Stockholmer Altersheimen insgesamt an Covid-19 erkrankt sind, ist bisher unklar.

„Wir bekommen Signale aus Stockholm, aber auch aus anderen Teilen des Landes, dass es mehr Fälle in Altersheimen gibt“, sagte auch der Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Donnerstag auf seiner täglichen Pressekonferenz.

Man sei beunruhigt über die Entwicklungen für die ältere Generation. Um Ältere besser zu schützen, hatte die schwedische Regierung in dieser Woche ein Besuchsverbot für alle Altersheime im Land erlassen.

Insgesamt sind in Schweden bisher 282 an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben, 178 davon in der Region Stockholm. Landesweit gab es bis zum Donnerstagnachmittag fast 5.500 bestätigte Infektionsfälle.

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