Coronavirus: Im „Lockdown“ würde meisten Afrikanern Geld ausgehen

Im Falle eines Corona-„Lockdowns“ würde mehr als der Hälfte der Afrikaner das Geld ausgehen. Zudem sagten laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage u.a. der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Marktforschungsinstituts Ipsos 70 Prozent der Befragten, dass die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser ein Problem wäre, wenn sie für 14 Tage Zuhause bleiben müssten.

Im Kampf gegen Covid-19 hatten viele Länder Afrikas früh agiert und Ausgangssperren und andere strenge Maßnahmen verhängt.

Dies habe geholfen, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, hieß es. Doch die Staaten müssten eine Balance finden und die Krankheitsübertragung reduzieren sowie gleichzeitig soziale und wirtschaftliche Belastungen verhindern.

Politische und soziale Krise

In Südafrika etwa hat die vor mehreren Wochen verhängte strenge Ausgangssperre verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Menschen. „Covid-19 ist nicht nur eine Gesundheitskrise, es ist auch eine politische und soziale Krise“, sagte der Leiter des Africa CDC, John Nkengasong.

Für die Umfrage wurden nach diesen Angaben fast 21.000 Menschen in 28 afrikanischen Städten befragt. In Afrika wurden bisher laut dem Africa CDC mehr als 47.100 Fälle von Covid-19 bestätigt und mindestens 1.800 Menschen sind gestorben.

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