Coronavirus: In Rumänien ab Freitag Corona-Alarmstufe statt Notstand

In Rumänien gilt vor dem Hintergrund der Corona-Krise ab Freitag landesweit die etwas leichtere Stufe des Alarmzustandes, nachdem Staatspräsident Klaus Johannis bekannt gegeben hatte, den seit zwei Monaten verhängten Notstand angesichts des Verlaufs der Epidemie bzw. der leicht rückläufigen Neuinfektionen im Land nicht mehr verlängern zu wollen.

Die Alarmstufe geht mit ersten, vorsichtigen Lockerungen für Bürger und Wirtschaft, aber auch mit obligatorischen Verhaltensvorkehrungen sowie beibehaltenen Beschränkungen einher.

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Für die Bürger gilt Nasen-Mundschutz-Pflicht in allen öffentlichen geschlossenen Räumen – Geschäfte, Arbeitsplatz, öffentliche Verkehrsmittel – sowie eine Mindestabstand-Plicht von eineinhalb Metern, dafür können sie ab morgen ihr Haus wieder ohne eidesstattliche Erklärungen verlassen.

Die Bewegungsfreiheit bleibt indes trotzdem beschränkt – das Verlassen des Wohnortes soll nämlich vorerst bloß in Not- und Ausnahmsfällen und mit eidesstattlicher Erklärung erfolgen können.

Zahnarztpraxen, Schönheitssalons und Läden mit direktem Straßenzugang dürfen unter Einhaltung strikter Schutzvorkehrungen wieder öffnen, auch Gottesdienste werden ab Freitag wieder stattfinden können – allerdings ausschließlich im Freien und eingedenk der geltenden Schutz- und Verhaltensmaßnahmen.

Staatschef Johannis dankte am Donnerstagnachmittag allen Bürgern für die „heldenhaft“ ertragenen Notstands-Beschränkungen, hob allerdings hervor, dass die Zeit noch nicht reif für mehr Lockerungen sei – die Epidemie grassiere im Land nach wie vor. Sollte die Zahl der Infektionsfälle infolge der ersten Lockerungen wieder steigen, werde er nicht zögern, den Notstand erneut zu verhängen, stellte Johannis klar.

In puncto Verlauf der Epidemie liegt Rumänien laut Epidemiologen etwa drei Wochen hinter den süd-, mittel- und westeuropäischen Staaten zurück; gegenwärtig steht trotz der seit wenigen Tagen rückfälligen Neuinfektionen noch nicht fest, ob die Spitze bereits erreicht wurde. Bis Donnerstag wurden im Land 16.247 bestätigte Infektionsfälle sowie 1046 COVID19-Todesopfer verzeichnet, während 9053 Infizierte genesen sind.

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