Coronavirus: Israel schreibt Masken vor

Israel schreibt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus das Tragen von Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit vor. Die Vorschrift gelte ab Sonntag, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Menschen könnten dann selbst hergestellte oder industriell produzierte Masken tragen, um Mund und Nase zu bedecken.

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Außerdem werden vom Dienstagabend (7. April) an bis Sonntagfrüh der öffentliche Nahverkehr sowie der internationale Passagierflugverkehr eingestellt. Flüge dürften dann nur noch mit vorheriger Genehmigung der Regierung stattfinden.

Die Regierung genehmigte zudem die bereits zuvor angekündigten Einschränkungen zu Beginn des jüdischen Pessachfestes am Mittwochabend. Von Dienstag bis Freitag dürfen Bürger ihre Städte und Dörfer nicht verlassen.

Jerusalem mit den meisten nachgewiesenen Coronavirus-Fällen in Israel wurde dabei in mehrere Bezirke unterteilt. Von Mittwochnachmittag bis Donnerstagfrüh gelte landesweit eine Ausgangssperre. Bürger dürften ihr Haus grundsätzlich nicht verlassen.

Zum Auftakt des Pessachfestes kommen in Israel traditionell Familien zum großen Abendessen zusammen. Das Pessachfest dauert eine Woche und erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei. Die Regierung hatte mehrfach die Sorge geäußert, dass Zusammenkünfte zum Pessachfest die Ausbreitung des Coronavirus massiv befeuern könnten.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 mittlerweile bei 9.006 Personen in Israel nachgewiesen worden, 683 sind wieder genesen. 59 Menschen sind den Angaben zufolge nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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