Coronavirus: Italien bereitet sich auf weitere Lockerungen vor

Nachdem die italienische Regierung am Mittwochabend ein milliardenschweres Maßnahmenpaket mit Stützungsmaßnahmen für die am stärksten von der Coronakrise betroffenen Sektoren verabschiedet hat, bereitet sich Italien auf weitere Lockerungen der Vorsichtsmaßnahmen ab kommendem Montag vor.

So sollen Gastronomie, Kleinhandel und Friseure wieder öffnen, allerdings mit strengen Regeln.

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Friseure und Schönheitspfleger können auch sonntags arbeiten. Strenge Distanz muss unter den Kunden eingehalten werden. Auch Restaurants, Bars und Cafes starten in kleinerem Format.

Ein Abstand von zwei Metern pro Kunde muss eingehalten werden. Die Regionen und die Gewerkschaften einigten sich mit der Regierung auf Vorsichtsmaßnahmen. Ausgearbeitet wurden die Leitlinien mit den Gewerkschaften und dem wissenschaftlichen Komitee (CTS), das die Regierung in Sachen Coronavirus berät.

Auch die Badeanstalten bereiten sich auf den Neubeginn ab dem kommenden Montag vor. Dabei wird auch hier ganz besonders auf das Abstandhalten geachtet werden. Jeder Platz mit einem Sonnenschirm auf den Sandstränden an der Adria soll über zwölf Quadratmeter Raum verfügen.

Die Zahl der Gäste, die pro Badeanstalt zugelassen sind, wird beschränkt sein. Die Gemeinden werden den Zugang zu freien Stränden regeln können. Die Spielanlagen sollen nur für eine beschränkte Zahl von Kindern zugänglich sein. Duschen und Toiletten müssen besonders rigoros desinfiziert werden.

Alle Unternehmen, die die Sicherheitsvorkehrungen erfüllen, können am Montag wieder öffnen. Dies bedeutet, dass die Italiener keine Selbstbescheinigung mehr benötigen, um Mobilität innerhalb ihrer Heimatregion zu rechtfertigen. Am Montag öffnen wieder Museen, Archive und öffentliche Bibliotheken.

Wer Sport in Sportzentren betreiben will, muss sich aber noch gedulden. Erst am 25. Mai werden diese wieder öffnen. Doch der Neustart der Sportzentren könnte wahrscheinlich vorverlegt werden, sollte die Epidemiekurve weiter sinken.

Die Italiener sollen erst am 1. Juni wieder im Rahmen ihrer nationalen Grenzen frei reisen dürfen, darüber diskutiert die Regierung in Rom noch mit den Vertretern der Regionen. Seit dem Lockdown am 11. März dürfen sie ihre unmittelbare Heimatregion nicht verlassen. Lediglich aus beruflichen oder dringenden gesundheitlichen Gründen darf man im Moment innerhalb der italienischen Grenzen reisen.

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