Coronavirus: Italien trauer um seine Toten, Fahnen auf halbmast

In ganz Italien sind am Dienstag die Fahnen auf halbmast gehisst worden © APA/Solaro

Italien trauert um seine Coronavirus-Todesopfer. In ganz Italien sind am Dienstag die Fahnen auf halbmast gehisst worden.

Das Parlament, der Sitz des italienischen Staatschef, sowie die Rathäuser der italienischen Städten setzten ihre Fahnen auf halbmast.

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Im italienischen Parlament wurde eine Schweigeminute zum Gedenken der Todesopfer eingehalten. Auch der Vatikan, sowie slowenische Kommunen an der friaulischen Grenze beteiligten sich an der Initiative „Vereint in der Trauer und in gegenseitiger Unterstützung“, die von der katholischen Arbeitnehmervereinigung ANCI ins Leben gerufen wurde. Auch mehrere Luxushotels in Rom hissten die italienische Fahnen und setzten sie auf halbmast.

11.591 Coronavirus-Tote wurden in Italien seit Beginn der Epidemie am 20. Februar gemeldet, 812 davon allein am Montag. Die Zahl der Infizierten kletterte auf 75.528 Menschen. 3.981 Patienten lagen auf der Intensivstation. 43.752 positiv getestete Patienten befinden sich in Heimisolierung, 14.620 Personen sind inzwischen genesen.

Das medizinische Personal in Italien zahlt einen hohen Preis für seinen Einsatz im Kampf gegen die Pandemie. 66 Ärzte sind seit Beginn der Epidemie gestorben. Der Mailänder Bürgermeister Giuseppe Sala gedachte nach der Schweigeminute im Rathaus seiner Stadt den vielen Sanitätern, die im Kampf gegen die Seuche ums Leben gekommen sind.

„Ich glaube, dass April weiterhin eine extrem schwierige Zeit für uns sein wird. Wir müssen die Energien finden, um diesen Kampf weiterzuführen“, sagte Giuseppe Sala. Vor Ostern sei mit keiner Auflockerung der Ausgangssperre zu rechnen. Italienische Medien berichteten, dass um den 4. Mai die rigorosen Maßnahmen zur Eingrenzung der Epidemie aufgelockert werden könnten.

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