Coronavirus: Labor im KH Ried läuft auf Hochtouren

„PCR“-Test ist am zuverlässigsten – Testkits sind knapp

„Test ist nicht gleich Test“, betont Milo Halabi, Standortleiter des Instituts für Pathologie, Mikrobiologie und molekulare Diagnostik am KH Ried.
„Test ist nicht gleich Test“, betont Milo Halabi, Standortleiter des Instituts für Pathologie, Mikrobiologie und molekulare Diagnostik am KH Ried. © Schrattenecker-Fischer

Zwischen 150 und 250 Proben werden in der derzeitigen Corona-Krise von Montag bis Sonntag von 7 bis 20 Uhr im molekularen Labor am Institut für Pathologie am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried von vier Mitarbeiterinnen – Biomedizinische Analytikerinnen und Molekularbiologinnen – sowie zwei Ärzten bearbeitet.

„Unter Mithilfe der Administrationskräfte, die ebenfalls sieben Tage pro Woche im Einsatz sind, sind bis zu zwölf Personen mit den Covid-19-Testungen beschäftigt“, hebt Institutsleiter Milo Halabi, die Leistung seiner Mitarbeiter hervor.

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Das Labor ist eines von sechs in OÖ, die diese Testungen durchführen. Die Probenlogistik läuft über das Rote Kreuz.

Das KH Ried versorgt in erster Linie die Bezirke Ried, Schärding und Braunau – es kommen aber auch Proben von anderen Bezirken. „Der Ablauf funktioniert reibungslos“, so Geschäftsführer Johann Minihuber.

Doch Test ist nicht gleich Test. Die sichersten Ergebnisse liefert der sogenannte PCR-Test, dabei wird mit einem Abstrichtupfer an der Rachenhinterwand entweder über die Nase oder direkt am Rachen Zellmaterial von der Schleimhaut entnommen. Im Labor wird in einem aufwendigen Prozess die Nukleinsäure des Virus, falls vorhanden, freigelegt und vermehrt.

Ist diese in der Probe vorhanden, kann sie mit einem Fluoreszenzfarbstoff dargestellt werden. Innerhalb von drei bis vier Stunden gibt es ein Ergebnis, wobei Hunderte Proben gleichzeitig ausgewertet werden können. Beim PCR-Schnelltest kann nur eine Probe nach der anderen analysiert werden, im Einzelfall liegt schneller ein Ergebnis vor, allerdings schafft man nur weniger Tests innerhalb der drei, vier Stunden.

In Österreich noch nicht vorhanden sind Schnelltest, nach der Methode Schwangerschaftstest. Diese sind aber auch nicht so zuverlässig.

Die Frage, warum nicht mehr Tests gemacht werden, liegt daran, dass es derzeit aufgrund der weltweiten Nachfrage in den Labors eine Knappheit an Testkits gibt.

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Liegt ein Covid-19-Verdacht vor, muss man die Nummer 1450 wählen. Ein Test wird behördlich veranlasst, liegt eine positives Ergebnis vor, wird man vom Sanitätsdienst der Bezirkshauptmannschaft informiert.

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