Coronavirus: Lockerung für Handel mit Vorschriften

Die Ware ist neu geschlichtet. Am Freitag wurden Auslagen poliert, wie bei Palmers-Filialen in Einkaufsstraßen. Seit Mitte März waren die meisten Geschäfte im Land geschlossen.

Nach Ostern wird schrittweise hochgefahren – mit klaren Hygienevorschriften, um dem ansteckenden Corona-Virus zu entkommen, und noch inmitten der Ausgangsbeschränkungen, die die Bevölkerung in ihren Wohnungen halten sollen.

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Die Ausgangsbeschränkungen sind in der Nacht auf Karfreitag bis Ende April noch verlängert worden.

Als eines der ersten Länder in Europa lockert Österreich jenen Teil der Restriktionen, die den heimischen Handel betrafen.

Bisher durften im wesentlichen Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Tierbedarfsläden sowie Banken, Post, Reinigungsunternehmen und Tankstellen als Grundversorgung und wichtige Infrastruktur offen halten, auch dort wurden in Schritten bis zuletzt aber die Verhaltensvorgaben und Empfehlungen im Kundenkontakt (Mund-Nase-Schutzmasken, Sicherheitsabstand, Plexiglas an den Kassen) verschärft.

Baumärkte, Gartencenter dürfen aufsperren

Nun dürfen ab Dienstag, 14. April, auch viele andere Geschäfte mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche – aber etwa auch größere Baumärkte oder Gartencenter oder Holzhandlungen – wieder aufmachen. Shoppingcenter und größerflächige Outlets in Einkaufszentren bleiben noch zu.

Auch die flächenintensiven Möbelhäuser sperren in der nächsten Etappe erst mit 2. Mai wieder auf.

Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen

Die Geschäfte, die jetzt aufmachen dürfen, müssen der Verordnung gemäß sicherstellen, dass für jeden Kunden 20 Quadratmeter Verkaufsfläche „Luft“ bleiben.

Das heißt insbesondere für kleinere Läden oder auch bei stärkerem Andrang, müssen Kunden ersucht werden, draußen zu warten bis ein anderer Kunde herauskommt. Das wurde bisher beispielsweise in Apotheken so gehandhabt.

Mit der in der Nacht auf Karfreitag veröffentlichten Verordnung des Gesundheitsministers dürfen (mit Distanzvorschrift und Masken) gleich nach Ostern beispielsweise also Baumärkte, Pfandleihen (z.b. Dorotheum), Edelmetallhandel (Schmuck) und sonstige Geschäfte sowie Produktions- und Reparaturbetriebsstätten mit maximal 400 Quadratmetern wieder aufsperren.

Geschäftsinhaber abseits von klassischen Hochfrequenzbranchen wie Papier/Bürobedarf, Mode oder Baustoff überlegen, nächste Woche am Anfang allenfalls nur ein paar Stunden aufzusperren, wie am Freitag zu hören war.

Solange die Ausgangsbeschränkungen gelten würden, werde man nicht mit massenhaft Kunden rechnen können. Viel Frequenz wird indes in der spät beginnenden Gartensaison für Gartencenter erwartet.

Oder auch dort, wo die zahlreichen im Home Office Beschäftigten und Schüler technische Arbeitsbehelfe nachkaufen können, sofern sie nicht vollständig auf Onlinebestellungen umgestiegen sind.

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