Coronavirus: Mehr Verletzungen im häuslichen Bereich in Innsbruck

Seitdem die Quarantäne-Maßnahmen in Tirol in Kraft sind, ist es vermehrt zu Verletzungen bei Arbeiten im Haushalt gekommen.

Wegen öfter auftretenden Amputationen oder Verletzungen etwa beim Kochen – wie Verbrühungen – appellierten Plastische Chirurgen der tirol kliniken zu mehr Vorsicht daheim. Indes stellte sich die lange Beatmungsdauer von Covid-19-Patienten als Herausforderung dar.

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Seit der Ausgangssperre „hatten wir sieben komplexere Handverletzungen mit Durchtrennungen von Gefäßen, Nerven oder Sehnen, davon waren fünf Fälle komplett abgetrennte Gliedmaßen wie zum Beispiel Finger“, sagte Gerhard Pierer, Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres sei es zu keiner einzigen Amputation und nur fünf kleineren Verletzungen im häuslichen Umfeld gekommen.

Doch nicht nur Amputationen häuften sich seither. Auch Verletzungen wie Verbrühungen oder Verbrennungen, beispielsweise beim Kochen, seien zunehmend ein Problem.

Indes berichtete der Leiter der Internistischen Intensivstation in Innsbruck, Michael Joannidis von Herausforderungen im Intensivbereich. Covid-19-Patienten müssten relativ lange beatmet werden – im Schnitt rund 14 Tage. „Das ist eine sehr starke Belastung für den Organismus, die hohe intensivmedizinische Expertise verlangt“, hieß es in einer Aussendung. Bisher habe es nur zwei Intensivpatienten mit Corona-Infektion gegeben, die „nur wenige Tage auf der Station betreut werden mussten“, berichtete Joannidis.

Aufgrund der langen Beatmungsdauer sei eine „besonders schonende Vorgangsweise umso wichtiger“, so der Mediziner. Vor allem deshalb, weil man inzwischen wisse, dass das Virus „spezifisch Lungengewebe schädigt“. Zum Teil müssen die Patienten zusätzlich mit Herz-Lungenmaschine, Dialyse oder mit antiviralen Medikamenten behandelt werden. Der Großteil der Patienten auf der Station sei zwischen 60 und 70 Jahre alt, einige seien aber unter 60.

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