Coronavirus: Noch immer keine Lockerungen für Budapest

In Budapest bleiben die seit dem 28. März geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie weiterhin bestehen, da die Hauptstadt weiter als Hotspot der Ausbreitung von SARS-CoV-2 in Ungarn gilt. Das gab Kanzleiminister Gergely Gulyas auf einer Pressekonferenz in Budapest bekannt.

Noch am Donnerstag werde es zu einem Treffen zwischen Regierung und den Bürgermeistern der Hauptstadt sowie zur Konsultation mit Virologen kommen.

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Danach werde der Krisenstab entscheiden, ob die Ausgangsbeschränkungen auch für Budapest aufgehoben werden. Diese Beschränkungen wurden jedoch für das Komitat Pest zurückgenommen, in gleichem Maße wie schon ab 4. Mai für die ganze Provinz.

Laut Regierungsbeschluss dürfen in der Provinz ab Montag Restaurants und Cafes ihre Innenräume für Gäste öffnen. Auch Spielplätze und Parks dürfen besucht werden. Der Betrieb von Hotels und Pensionen wird ebenfalls erlaubt. Ab 1. Juni dürfen Hochzeiten mit maximal 200 Gästen stattfinden. Über die Öffnung von Schulen wurde keine Entscheidung getroffen, betonte der Kanzleiminister und erinnerte an die weiter bestehende Abstands- und Maskenpflicht.

Aktuell wurden in Ungarn 3.380 Infizierte und 436 Todesopfer registriert. 1.169 Personen gelten als geheilt.

In Bulgarien gilt unterdessen nun bis zum 14. Juni eine „epidemische Ausnahmesituation“. Die neue Regelung löste am Donnerstag den vor zwei Monaten verhängten Ausnahmezustand ab. „Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle Maßnahmen gelten aber weiter“, sagte Gesundheitsminister Kiril Ananiew. Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen.

Zuvor hatte es verschiedene Lockerungen gegeben. Seit 6. Mai dürfen Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafes wieder öffnen. Sport im Freien ist seit zehn Tagen wieder erlaubt. Auch Besuche von Parkanlagen, Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos sind wieder gestattet. Am Donnerstag öffnete der Zoo der Hauptstadt Sofia. Bis Donnerstag wurden im ärmsten Land der EU 2.100 Coronavirus-Fälle registriert. 100 Menschen starben daran.

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