Coronavirus: Portugal verlängerte erneut Ausnahmezustand

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Portugal den Ausnahmezustand ein weiteres Mal um zwei Wochen verlängert.

Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstag einen entsprechenden Dekretvorschlag von Staatsoberhaupt Marcelo Rebelo de Sousa.

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Die zweithöchste Notstandsstufe des Landes war am 18. März erstmals in Demokratie-Zeiten ausgerufen worden, war dann bis zum 17. April verlängert worden und soll nun bis zum 2. Mai gelten. Jedoch soll es möglicherweise bald „schrittweise“ Lockerungen geben.

So könnten demnächst bestimmte „Dienstleistungen, Unternehmen oder gewerbliche Einrichtungen“ wiedereröffnet werden, zitierte die Zeitung „Público“ den Präsidenten.

Auch sollen womöglich bald die Kindergärten des Landes ihren Betrieb wieder aufnehmen. „Ich möchte, dass Vorschulkinder wieder zusammensein können, denn es ist wichtig, dass sie nicht nur auf die Räumlichkeiten ihrer Familie beschränkt leben“, erklärte Ministerpräsident António Costa.

Auch soll im Mai die öffentliche Verwaltung wieder ihren Dienst aufnehmen, “damit wir wieder normal leben können.

Die Zahl der bestätigten Fälle lag am Donnerstag bei rund 18.800. Mehr als 600 Menschen sind in Portugal bereits in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, fast 500 gelten als genesen.

Im Rahmen des Ausnahmezustands darf die Regierung die Rechte etwa der Bürger, der Medien und der Unternehmen deutlich einschränken. Zudem gilt für die etwa zehn Millionen Einwohner bisher eine strikte Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

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