Coronavirus: Quarantäne in Litauen aufgehoben, Notstand aufrecht

In Litauen ist nach drei Monaten die von der Regierung wegen der Corona-Pandemie verhängte Quarantäne aufgehoben worden. Weiterhin gilt in dem baltischen EU-Land aber der landesweite Notstand.

„Dies ist ein Sieg Litauens. Ein Sieg der Menschlichkeit. Das Wichtigste ist jetzt, verantwortlich zu bleiben und dem Virus in unserem Land keine zweite Chance zu geben“, schrieb Regierungschef Saulius Skvernelis am Mittwoch auf Facebook.

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Im Zuge der Aufhebung der Corona-Quarantäne entfällt in dem Ostseestaat im Nordosten Europas ab 17. Juni die bisherige Mundschutzpflicht in der Öffentlichkeit – das Tragen von Gesichtsmasken wird von der Regierung jedoch weiter empfohlen. Abstandsregeln, Hygienevorschriften sowie Beschränkungen bei öffentlichen Versammlungen und der Einreisebleiben bleiben bestehen. Erlaubt sind Großveranstaltungen bis zu einer Teilnehmerzahl von 700 Personen unter freiem Himmel, in geschlossenen Räumen für Gruppen bis zu 150 Personen.

Litauen war frühzeitig mit strikten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgegangen. Kurz nach der ersten bestätigten Infektion im Land rief die Regierung am 26. Februar den Notstand aus. Am 16. März verhängte sie eine Quarantäne, die mehrfach verlängert wurde. Das drei Millionen Einwohner große Land verzeichnete bislang 1 778 bestätigte Infektionen und 76 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

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