Coronavirus: Russland warnt Bürger vor “übereilten Auslandsreisen”

In einer Erklärung hat das russische Außenministerium am Donnerstagabend die Bürger des Landes angesichts der Coronavirus-Epidemie vor „übereilten Plänen“ bei Auslandsreisen gewarnt.

Zuvor hatte Russlands Premierminister Michail Mischustin am Montag den Russen einen Urlaub im eigenen Land nahegelegt.

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„Es ist einstweilen zu früh, über konkrete Fristen bei Grenzöffnungen für Russen in beliebten europäischen Tourismusdestinationen zu sprechen“, betonte das Ministerium. In der Europäischen Union sei bei einer günstigen Entwicklung zwar mit einer wechselseitigen Grenzöffnung unter Mitgliedsstaaten im Juni und Juli zu rechnen. Eine Entscheidung zur Öffnung der EU-Außengrenzen werde wahrscheinlich erst danach getroffen werden, hieß es in der Erklärung.

„Im Fall von Österreich, Ungarn, Deutschland, Polen, der Slowakei, Tschechien und der Schweiz ist es zu früh, über die Wiederaufnahme regulärer Transportverbindungen und eines touristischen Austausches zu sprechen“, erklärte das Ministerium. Derzeit könnten Russen diese Staaten nur in humanitären Ausnahmefällen besuchen. Auch nach Grenzöffnungen könnten einreisende Russen mit 14 Tagen Selbstisolation rechnen.

Obwohl man den Wunsch von ausländischen Partnern verstehe, die Tourismusindustrie wieder Richtung Normalität zu bewegen, warne das Ministerium jedoch vor „übereilten Auslandsurlaubsplänen“. In der Mehrheit der Urlaubsländer gebe es weiterhin ein hohes Verbreitungsniveau von Coronavirus-Infektionen und zahlreiche Russen hätten es bisher auch noch nicht geschafft, von ihren Reisen in die Heimat zurückzukehren.

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