Coronavirus: Salzburg setzt weiter auf Wachdienst für Seniorenheime

Die Lockerung der Besuchsverbote in den Seniorenheimen ab 4. Mai bereitet der Stadt Salzburg offenbar Kopfzerbrechen.

Wie „Der Standard“ am Mittwoch online berichtete, sind laut einem Amtsbericht der Sozialabteilung bis Jahresende 685.000 Euro für die Bewachung der städtischen Altersheime vorgesehen. Der Wachdienst sei notwendig, damit Angehörige nicht unkontrolliert eindringen können.

Die Pflegeeinrichtungen der Stadt sind seit dem 13. März für Besucher gesperrt. „Bereits am Osterwochenende mussten in einzelnen Häusern Angehörige des Geländes verwiesen werden, die sich an die geltenden Verbote nicht halten wollten“, heißt es in der Unterlage, die am Donnerstag im Sozialausschuss diskutiert werden soll.

Schon bisher wurden in der Stadt für die Überwachung der Heime Mitarbeiter der Parkraumüberwachung als Wachdienst herangezogen. Weil die Kurzparkzonen in der Stadt seit kurzem wieder gelten, brauche man nun aber eine Security Firma, die diese Aufgabe bis Ende des Jahres übernehmen soll.

Betroffen sind dabei fünf der sechs städtischen Seniorenheime. Einzig ein Haus verfüge über nur einen Ein- und Ausgang. Hier könne die Bewachung durch das Zusatzpersonal des Heims verrichtet werden.

Sozialstadträtin Anja Hagenauer (SPÖ) sagte am Mittwoch gegenüber der APA, dass sie nicht davon ausgehe, dass der Wachdienst tatsächlich bis Jahresende benötigt werde – dies jedoch vorbehaltlich einer zweiten Erkrankungswelle.

„Aber wir wollen das zumindest einmal die nächsten vier Wochen weiterführen. Dann sehen wir, wie sich die neuen Besucherregelungen eingespielt haben.“ Schon zuletzt hätten sich 95 Prozent der Angehörigen sehr kooperativ verhalten. „Es gibt aber auch einen kleinen Prozentsatz der Nicht-Belehrbaren.“ Der Amtsbericht liste jene Kosten auf, die der Wachdienst durchgehende bis zum 31. Dezember verursachen würde.

Das Land Salzburg hatte am vergangenen Sonntag mitgeteilt, dass bei Einhaltung einer Vielzahl von Schutzvorkehrungen und Regeln ab kommenden Montag wieder Bewohner der Seniorenheime besucht werden können.

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