Coronavirus: Schnelle und unbürokratische Hilfe für Kleinunternehmer

Härtefonds startet nächste Woche und ist mit einer Milliarde Euro dotiert

„Zuerst geht es jetzt einmal um Existenzsicherung. Aber der Restart wird kommen“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.
„Zuerst geht es jetzt einmal um Existenzsicherung. Aber der Restart wird kommen“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. © WKOÖ

„Von der aktuellen Situation ist fast die ganze Wirtschaft betroffen. Vielen Unternehmen ist der Umsatz völlig weggebrochen“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

„Entscheidend ist, ob die Umsätze zu einem späteren Zeitpunkt wieder einigermaßen kompensiert werden können. Das ist vor allem im Dienstleistungsbereich nur eingeschränkt möglich, weshalb dieser Bereich besonders betroffen ist.“

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3300 Anfragen pro Tag

Dementsprechend laufen die Servicekanäle der WKOÖ „derzeit auf Hochbetrieb“. Bei der telefonischen Hotline gehen derzeit bis zu 3300 Anfragen täglich ein. Dazu kommen zwischen 500 und 1000 E-Mails Unternehmern.


Wie lange es dauern wird, bis dann wieder einigermaßen alles in der Wirtschaftswelt normal läuft, lässt sich Hummer zufolge nicht seriös sagen. „Wir arbeiten gerade auch an Unterstützungen auf Landesebene für die Betriebe. Dabei gilt es alle Förderinstrumente bestmöglich abzustimmen, um eine möglichst hohe Treffsicherheit zu erzielen“, sagt Hummer.

Das wichtigste sei es, jetzt einmal die Arbeitsplätze zu sichern. Dafür gelte es, die Kurzarbeit-Möglichkeit zu nutzen. „Die neue Corona-Kurzarbeit ist nun wesentlich flexibler und steht allen Arbeitgeberbetrieben offen. Sie ist eine gute Möglichkeit um Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und Sie für die Zeit danach wieder zur Verfügung zu haben“, sagt Hummer.

Stichwort Hilfen im Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich. „Es gibt Menschen, die Angst haben um ihren Job. Wir setzen daher den Corona-Härtefonds auf“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Dieser Fonds werde Kleinstunternehmen wie auch Einzelunternehmen (EPU) unterstützen.

Der eine Milliarde Euro schwere Fonds soll Schramböck zufolge „schnelle und unbürokratische Sofort-Auszahlungen“ garantieren. Start dafür soll nächste Woche sein. Hummer: „Bei der Förderung handelt es sich um einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss, um die schlimmsten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern.“

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