Coronavirus: Schulstart mit Händewaschen

In dieser Woche haben die Abschlussklassen „Schulbeginn“

Vor dem Unterricht steht das Händewaschen — so sah am Montag der erste Schultag nach der Corona-Sperre für viele Maturanten bzw. Schüler an Abschlussklassen in berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) und Berufsschulen aus.

Ebenfalls ungewohnt: Die von Schülern und Lehrern im Schulgebäude getragenen Masken. An vielen Schulen fand der Unterricht außerdem nicht im normalen Klassenzimmer statt, sondern im Turnsaal.

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In OÖ werden wegen des Landesfeiertages erst am Dienstag die rund 6750 AHS-Schüler und rund 1000 Schüler in den Abschlussklassen der berufsbildenden mittleren Schulen (BMS) in die Intensivvorbereitungsphase starten, für alle werden dann zwischen 25. Mai und 3. Juni die schriftlichen Klausurarbeiten stattfinden — und das war es für die meisten Schüler mit der coronabedingten Spezialmatura.

Denn wie berichtet wird die abgegebene Vorwissenschaftliche Arbeit nur schriftlich bis 20. Mai beurteilt, die mündliche Maturanote wird aus dem Jahreszeugnis übernommen. Kommende Woche werden die rund 3200 Lehrlinge in den Abschlussklassen mit der Berufsschule starten. Eine Woche später — am 18. Mai — öffnen dann die Volksschulen, Neuen Mittelschulen (NMS) und AHS-Unterstufen. Allerdings im Schichtbetrieb.

Eltern sehen Chaos

Die Klassen werden für den Schichtbetrieb grundsätzlich in zwei gleich große Gruppen geteilt. Vorschlag des Ministeriums: Von Montag bis Mittwoch hat die eine Gruppe Unterricht, die andere am Donnerstag und Freitag. In der Woche darauf ist es umgekehrt. Es sind aber auch andere Varianten schulautonom erlaubt (Wechsel täglich oder alle zwei Tage bzw. wöchentlich).

Pro Region sollen sich die Schulen beim Rhythmus absprechen, um Betreuungsprobleme für Eltern, deren Kinder verschiedene Schulen besuchen, zu vermeiden. Einteilung und System sollten gestern vor Ort fixiert worden sein, nun müssen alle Schulpartner informiert werden. In der Praxis herrscht laut Pflichtschul-Elternvertretern aber „ein bissl Chaos“. Einzelne Direktoren der Volks-, Sonder- und Neuen Mittelschulen und der AHS-Unterstufen hätten sich für einen anderen Rhythmus entschieden und würden sich weigern, die Situation der Geschwisterkinder zu berücksichtigen.

Eine Umfrage des Elternverbands zeigt unterdessen, dass rund ein Fünftel der Eltern die Kinder eigentlich gerne weiter daheim beschulen möchte. Viele Eltern können weiter im Home-Office arbeiten und wollen durch den Heimunterricht, der bei ihnen gut funktioniert hat, ihre Kinder vor einer möglichen Ansteckung schützen und gleichzeitig zu weniger Andrang auf die öffentlichen Verkehrsmittel beitragen.

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