Coronavirus: Schutzmaskenproduktion in irakischen Flüchtlingslagern

Im nordirakischen Flüchtlingslager Mamrashan bei Dohuk werden unter ärztlicher Aufsicht Behelfsmasken für die Menschen in den Lagern der Region hergestellt, berichtet die in Frankfurt ansässige Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in einer Aussendung am Freitag.

Pro Woche könnten etwa 10.000 Masken hergestellt werden, die über die Lagerärzte und das Gesundheitsamt Dohuk verteilt werden.

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Die Flüchtlingslager in der nordirakischen Kurden-Region seien überfüllt, betonte IGFM-Vorsitzender Edgar Lamm. „Immer noch befinden sich ca. 600.000 Flüchtlinge in 27 Lagern rund um die Provinzstadt Dohuk im Norden Iraks ohne Aussicht auf Rückkehr in ihre vom IS zerstörten Heimatorte.“

An einen Mindestabstand von zwei Metern zum Schutz vor dem Corona-Virus sei dort nicht zu denken und aufgrund der räumlichen Enge müsse mit hohen Infektionszahlen gerechnet werden, so Lamm. „Mithilfe der Masken verringert sich zumindest die Ansteckungsgefahr.“

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