Coronavirus: Slowakei verschärft Schutzmaßnahmen gegen Covid-19

Die neue slowakische Regierung hat die bisher geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus am Dienstag weiter verschärft.

Wer sein Haus oder seine Wohnung verlässt, muss auch im Freien einen Atemschutz tragen, der zumindest Mund und Nase bedeckt.

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Zur Überwachung möglicher Infizierter dürfen staatliche Behörden künftig die Mobilitätsdaten der Mobilfunkanbieter auswerten.

Diese außerordentliche Maßnahme werde „nur für die Zeit der Krise und nur zum Schutz der Bevölkerung“ angewendet, versicherte der konservative Regierungschef Igor Matovic in Bratislava.

Für Menschen ab 65 Jahren werden in Lebensmittelgeschäften eingeschränkte „Senioren-Öffnungszeiten“ von neun bis zwölf Uhr eingeführt.


Nach Möglichkeit sollten ältere Menschen aber überhaupt nicht selbst einkaufen, sondern dafür Hilfe in Anspruch nehmen, empfiehlt die Regierung in ihrem am Dienstag vorgestellten Maßnahmenkatalog.

Notfalls könnte für bestimmte Bevölkerungsgruppen auch eine völlige Ausgangssperre verhängt werden, erklärte der staatliche Hygienebeauftragte Jan Mikas im Beisein des Regierungschefs.

Bildungsminister Branislav Gröhling gab ebenfalls am Dienstag bekannt, dass die seit 16. März geltende landesweite Schließung aller Schulen von zwei Wochen auf unbestimmte Zeit verlängert werde.

Die üblicherweise im März beginnenden Abiturprüfungen sollten bis spätestens 30. Juni abgeschlossen sein, versicherte Gröhling vor Journalisten. Allerdings werde der schriftliche Teil gestrichen, damit nicht mehrere Schüler in einem Raum zusammentreffen.

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