Coronavirus: Tschechien startet Stichprobentests mit 28.000 Personen

In Tschechien soll eine Stichprobenuntersuchung unter 28.000 Menschen zeigen, wie weit das Coronavirus schon verbreitet ist. Die Studie habe „strategische Bedeutung“, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Dienstag in Prag.

Sie ermögliche es, festzustellen, in welcher Phase der Pandemie sich das Land befinde. Der Startschuss fällt bereits am Mittwoch.

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Die Teilnehmer werden in Zusammenarbeit mit der Statistikbehörde CSU angesprochen und stammen aus fünf Regionen, unter anderem aus Prag, der zweitgrößten Stadt Brünn (Brno) sowie der eher ländlich geprägten Verwaltungsregion Südmähren an der Grenze zu Österreich. In einer gesonderten Gruppe sollen chronisch Kranke erfasst werden, die als besonders anfällig für einen schweren Verlauf gelten.

Mit Ausnahme flächendeckender Untersuchungen in einigen wenigen Altersheimen wurden in Tschechien bisher nur Verdachtsfälle getestet. Die Dunkelziffer der Coronavirus-Erkrankten gilt daher als große Unbekannte. Offiziell gab es bis Dienstag 6.914 bestätigte Infektionen. 196 Infizierte starben.

Große Hoffnungen setzt man in Prag in das System der „intelligenten Quarantäne“, das Anfang Mai landesweit starten soll. Ziel ist es, mithilfe von Smartphone-Daten die Kontaktpersonen von Erkrankten rückwirkend nachzuverfolgen. Diese sollen dann telefonisch kontaktiert, unter Quarantäne gestellt und getestet werden.

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