Coronavirus: Über 1.000 neue Fälle im einstigen Musterland Singapur

Der einstige Corona-Musterschüler Singapur hat erneut einen sprunghaften Anstieg der Virusinfektionen verzeichnet. In dem südostasiatischen Stadtstaat gab es nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch 1.016 neue Fälle.

Damit rangiert das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur weiter mit 10.141 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien.

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Die Todesrate ist im weltweiten Vergleich niedrig: Elf Menschen starben bisher nach einer Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2. Die meisten neuen Fälle in Singapur traten dem Gesundheitsministerium zufolge erneut bei den ausländischen Arbeitern auf. Rund 200.000 von ihnen leben laut Schätzungen in Gemeinschaftsunterkünften. Dort ist das Ansteckungsrisiko hoch.

Zeitweise hatte das hochmoderne Singapur als Beispiel gegolten, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt. Der Lockdown gilt seit dem 7. April. Er wurde am Dienstag bis zum 1. Juni verlängert.

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