Coronavirus: Unberechenbarkeit des Verlaufs schockiert US-Experten

Während sich die Coronavirus-Krise in den USA weiter verschärft, schockiert Ärzte und Pfleger dort zunehmend die Unberechenbarkeit des Krankheitsverlaufs. Der Gesundheitszustand von Patienten verschlechtere sich mitunter rasant und völlig überraschend, berichten Krankenschwestern und Mediziner in New York, dem Zentrum des Virusausbruchs in den USA.

Gerade noch fühlten sich die Patienten gut und sähen auch so aus, erzählt Krankenschwester Diana Torres. Dann drehe sie sich um und die Patienten seien nicht mehr ansprechbar.

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„Ich bin paranoid, habe Angst, ihr Zimmer zu verlassen.“ Ein Notarzt sagt, manche Patienten würden fröhlich plaudernd eingeliefert und nur Stunden später um Luft ringen und an ein Beatmungsgerät angeschlossen.


Das gelte nicht nur für ältere Patienten oder solche mit Vorerkrankungen, wie Gesundheitsexperten sagen. Auch bei Jüngeren könne es zu einer abrupten Verschlechterung des Gesundheitszustandes kommen. So starb auch in Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana unlängst eine junge Frau völlig unerwartet, wie Krankenschwester Laurie Douglas berichtet. Nach 34 Berufsjahren habe sie eigentlich ein Gefühl dafür, bei wem es aufwärts und mit wem es zu Ende gehe. Aber diese Erfahrung sei bei Covid-19-Patienten nichts mehr wert. Die Verstorbene habe noch vergangene Woche ihre Hochzeit vorbereitet. „Jetzt plant ihre Familie ihre Beerdigung.“

Louisiana gehört mit New York zu den besonders stark betroffenen Regionen der USA, wo landesweit fast 430.000 Coronavirus-Infektionen registriert sind. Mehr als 14.700 Todesfälle sind gemeldet. Zuletzt starben binnen 24 Stunden mindestens 1.900 Menschen. Weltweit sind mehr als 1,4 Millionen Infektionen und über 83.400 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt. Die Länder stemmen sich mit Einschränkungen des öffentlichen Lebens gegen eine Verbreitung des Virus.

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, in den USA müsse zunächst die Zahl der Todesfälle sinken. Dann wolle er die gelähmte Wirtschaft mit „einem großen Knall“ wieder starten. Zudem ging Trump die WHO wiederholt scharf für ihr weltweites Krisenmanagement an und stellte US-Zahlungen an die UN-Organisation infrage. Die USA sind der größte Nettozahler der WHO. Trump stößt sich vor allem daran, dass China nur einen Bruchteil zahlt. Zudem beschuldigt er die WHO, China – wo die Pandemie ihren Ursprung hatte – in Schutz zu nehmen. Die WHO weist dies und die vorgeworfenen Fehlentscheidungen zurück.

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