Coronavirus: USA mehr als 100.000 Infizierte

In den USA haben sich inzwischen mehr als hunderttausend Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt.

Bis Freitagnachmittag (Ortszeit) gab es in den USA 100.717 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Die Zahl der Todesopfer lag am Freitagabend bei 1544.

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Damit hat sich die Zahl bekannter Infektionen in den USA innerhalb einer Woche vervielfacht. Die mit Abstand meisten Fälle wurden in New York registriert, wo fast die Hälfte aller Infektionen auftrat.


Das Militär beobachtet aber auch die Entwicklung in Chicago, Michigan, Florida und Louisiana mit Sorge. In diesen Regionen könnte bald der Ruf nach Feldspitälern des US-Militärs kommen.

Um der Situation Herr zu werden, unterzeichnete Präsident Donald Trump am Freitag das größte Rettungspaket der US-Geschichte – und aktivierte nahezu zeitgleich ein Kriegswirtschaftsgesetz. Der Präsident setzte im Weißen Haus mit seiner Unterschrift ein Maßnahmenpaket in Kraft, das Nothilfen von rund zwei Billionen Dollar (1.821 Mrd. Euro) vorsieht.

Er aktivierte zudem den sogenannten „Defence Production Act“, um den Autobauer General Motors zur Produktion von dringend benötigten Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40.000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, erklärte Trump. Nun versprach der US-Präsident, dass innerhalb der nächsten 100 Tage durch Ankauf oder zusätzliche Produktion amerikanischer Firmen zusätzlich 100.000 Beatmungsgeräte beschafft werden. Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres. „Wir werden viele Beatmungsgeräte produzieren“, erklärte Trump.

Die USA sind das Land mit den weltweit meisten Infektionsfällen. In China, wo die Pandemie ihren Anfang genommen hatte, wurden nach offiziellen Angaben 81.340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86.498.

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