Coronavirus: Vergnügungsparks und Thermen in Italien öffnen

Die italienische Regierung hat weitere Lockerungsschritte in der Coronakrise beschlossen. So öffnen ab Montag wieder Vergnügungsparks und Sommercamps für Kinder. Thermalbäder und Wellness-Zentren dürfen in Regionen mit niedrigen Fallzahlen wieder Gäste empfangen. Auch Bingo-Säle und Spielhallen machen wieder auf. Im Gegensatz zu Diskotheken, die erst am 14. Juli neu starten dürfen.

Ab Montag öffnen auch Kinos und Theater, kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Donnerstagabend an. Zugelassen sind Konzerte mit maximal 200 Zuschauern. Bei Freilichtkonzerten sind bis zu 1.000 Personen erlaubt. Bis zum 14. Juli ist weiterhin ein Stopp für Messen und Kongresse vorgesehen. Auch Kreuzfahrten dürfen bis zu diesem Datum nicht starten.


Für die Italiener ist jetzt auch mehr Reisefreiheit vorgesehen. So dürfen sie ab Dienstag nach Albanien und in den übrigen Balkan-Raum fahren. Bis zum 30. Juni sind Reisen außerhalb des EU-Raums mit Ausnahme von Großbritannien weiterhin nicht erlaubt.

Auch für den italienischen Sport geht der Lockdown endgültig zu Ende. Die italienische Regierung hat beschlossen, dass ab dem heutigen Freitag alle vom Olympischen Komitee und den Sportverbänden vorgesehenen professionellen Sportevents wieder zugelassen werden, allerdings unter Ausschluss von Zuschauern. Amateur-Sportevents, die Kontakt unter den Spielern vorsehen, sollen erst ab dem 25. Juni, und nur wenn es die Fallzahlen im Land erlauben, wieder gestattet werden, kündigte Conte an.

Ab dem kommenden Montag wird in ganz Italien die Warn-App „Immuni“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv sein. Die Anwendung auf dem Smartphone soll Bürgern einen Hinweis senden, wenn sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Die kostenlose App, die ein Mailänder Unternehmen entwickelt hat, wurde diese Woche in vier italienischen Regionen getestet.

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