Coronavirus: Volksschulen in Norwegen wieder geöffnet

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Nach wochenlangen Schulschließungen hat in Norwegen der Unterricht an Volksschulen wieder begonnen. Kinder der ersten bis vierten Klassen kehrten am Montag auf die Schulbänke zurück.

Als Vorsichtsmaßnahme wurden die Klassen auf maximal 15 Kinder verkleinert. Manche Eltern übten dennoch Kritik an den Schulöffnungen – sie erfolgen aus ihrer Sicht zu früh.

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„Es würde mich nicht überraschen, wenn (die Pandemie) schlimmer wird, nachdem die Schulen geöffnet haben“, kritisierte ein Elternteil im Online-Dienst Facebook.

„Mein Kind sollte kein Versuchskaninchen für Covid-19 sein“, schrieb der Elternteil unter Bezug auf die vom Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit.

Für Verunsicherung bei den Eltern sorgten vor allem mehrere positive Coronavirus-Tests bei Mitarbeitern von Kindertagesstätten, seit diese vor einer Woche wieder öffneten.

Schrittweise soll in Norwegen nach sechs Wochen strenger Einschränkungen nun wieder Normalität einkehren. Auch Friseure und Hautarztpraxen dürfen ab sofort wieder öffnen.

Ministerpräsidentin Erna Solberg hatte am Freitag betont, dass die strengen Sicherheitsvorschriften weiterhin in Kraft blieben.

„Wir müssen weiterhin wachsam sein und hart daran arbeiten, die Ausbreitung (des Virus) unter Kontrolle zu halten“, sagte Solberg. „Wenn wir nicht vorsichtig sind, kann dies ernsthafte Folgen für andere haben. Im schlimmsten Fall müssen wir die Einschränkungen wieder verschärfen.“

Weiterhin verboten bleiben in Norwegen Sport- und Kulturveranstaltungen. Auch die Richtlinien zur sozialen Distanzierung und Hygienevorschriften behalten ihre Gültigkeit.

In Norwegen wurden nach offiziellen Angaben gut 7.500 Infektionsfälle nachgewiesen, 193 Menschen starben an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion. Die Zahl der Infektionsfälle, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, ging in den vergangenen Wochen deutlich zurück.

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