Coronavirus: Warnung vor Mix von Malaria-Medikament mit Remdesivir

Die US-Pharmaaufsicht FDA warnt vor der Einnahme des Malariamittels Hydroxychloroquin oder des verwandten Medikaments Chloroquin in Kombination mit dem experimentellen Covid-19-Mittel Remdesivir des Herstellers Gilead. Basierend auf Daten aus einer kürzlich durchgeführten nicht-klinischen Studie erklärte die FDA, die gleichzeitige Verabreichung könne die Wirksamkeit von Remdesivir vermindern.

Gileads Medikament hatte Anfang Mai in den USA eine Notfall-Genehmigung als Therapieform gegen Covid-19 erhalten. Die FDA hatte am Montag eine entsprechende Genehmigung für Hydroxychloroquin und Chloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten zurückgezogen, da man nach jüngsten Studien nicht länger davon ausgehen könne, das das Mittel bei der Lungenerkrankung wirke.


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Wissenschafter des renommierten Imperial College in London beginnen unterdessen diese Woche mit ersten klinischen Studien eines potenziellen Covid-19-Impfstoffs. In Tierversuchen habe sich der Impfstoff als sicher erwiesen und „ermutigende Anzeichen einer wirksamen Immunantwort“ gezeigt, schreibt das Team um den leitenden Professor Robin Shattock.

Der neuartige Impfstoff verwende synthetische Stränge des genetischen Materials des Virus (RNA), die in winzigen Fetttröpfchen verpackt werden. Bisher basieren die meisten potenziellen Impfstoffe auf einem Teilabschnitt des echten Krankheitserregers. Einmal injiziert, weise der Impfstoffkandidat Muskelzellen an, Virusproteine zu produzieren, um eine Immunreaktion des Körpers auszulösen und so vor künftigen Infektionen zu schützen.

Rund 300 Probanden nehmen an den Tests teil. Die britische Regierung unterstützt das Projekt mit rund 45 Millionen Euro. Weltweit sind mehr als 100 potenzielle Covid-19-Impfstoffe in der Entwicklung, darunter mehrere bereits in Studien am Menschen, unter anderem von AstraZeneca, Pfizer, BioNtech, Johnson & Johnson, Merck, Moderna, Sanofi und CanSino Biologics.

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