Coronavirus – WHO warnt: Epidemie in Asien noch nicht ausgestanden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, in der Region Asien/Pazifik von einer Entspannung in der Virus-Krise auszugehen.

Die Epidemie dort sei „noch längst nicht vorbei“, sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai am Dienstag.


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Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten.

„Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren“, so Kasai. Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.

Die Weltbank sagte einen Konjunktureinbruch für die Region Ostasien/Pazifik voraus. „Wirtschaftliche Probleme sind wohl in allen Ländern unabwendbar“, hieß es in einem aktualisiertem Bericht. Genaue Prognosen seien derzeit schwierig, weil sich die Lage schnell ändere. Grundannahme sei aber eine Verlangsamung des Wachstums in der Region in diesem Jahr auf 2,1 Prozent von geschätzt 5,8 Prozent im Jahr 2019.

Das Bruttoinlandsprodukt könne schlimmstenfalls aber auch um 0,5 Prozent schrumpfen. Für China wird ein Plus von 2,3 Prozent geschätzt, das aber auch bis auf 0,1 Prozent absacken könnte. 2019 war die Wirtschaft dort noch um 6,1 Prozent gewachsen.

Es wird auch erwartet, dass sich 2020 wegen der Pandemie in der Region 24 Millionen Menschen weniger aus Armut befreien könnten als bisher geschätzt. Als „arm“ gilt dort jemand, der ein Einkommen von weniger als 5,50 Dollar am Tag hat.

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